Auch der Lahnpark-Lauf fällt ins Wasser

Mehr als 600 Läuferinnen und Läufer erlebten im vergangenen Jahr beim neunten Lahnpark-Lauf in Wetzlar ein großes Event. Auf eine erfolgreiche Fortsetzung hoffen die Organisatoren des Team Naunheim in der Saison 2021. Foto: Helmut Serowy

(sero). Die Corona-Pandemie hat die nächste Veranstaltung ausgebremst. Am 23. August sollte eigentlich der zehnte Lahnpark-Lauf mit Start und Ziel vor der August-Bebel-Schule...

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HINTERLAND. (sero). Die Corona-Pandemie hat die nächste Veranstaltung ausgebremst. Am 23. August sollte eigentlich der zehnte Lahnpark-Lauf mit Start und Ziel vor der August-Bebel-Schule in Wetzlar-Niedergirmes über die Bühne gehen. Doch obwohl der geplante Termin noch in weiter Ferne zu liegen scheint, hat das Organisationsteam nun für Fakten gesorgt.

„Wir haben lange diskutiert und uns letztlich dazu entschlossen, den Lahnpark-Lauf abzusagen. Die aktuellen Lockerungen und die damit verbundenen Auflagen lassen die Ausrichtung einer Laufveranstaltung in dem Rahmen, den wir bieten wollen, leider nicht zu“, erklärt Markus Bourcarde. Thomas Henopp ergänzt: „So lässt sich beispielsweise im Startbereich bei der erwartet hohen Teilnehmerzahl der erforderliche Abstand zwischen den Läufern nicht einhalten, und eine Begrenzung auf unter 100 Teilnehmer ist wirtschaftlich nicht sinnvoll“.

Gute Voraussetzungen für das Jahr 2021 schaffen

Mit über 600 Startern zählt der Lahnpark-Lauf in den Auen zwischen Wetzlar und Gießen zu den wichtigsten mittelhessischen Veranstaltungen. Auf flachen Wendepunkt-Strecken über fünf bis 30 Kilometer finden hier Spitzen- wie Breitensportler im Sommer ein weit gestreutes Wettkampfangebot, um schnelle Zeiten zu erzielen oder locker zu joggen. Gerne wird der Lahnpark-Lauf auch als Aufbaurennen für die folgenden Herbstmarathons genutzt.

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Die immer um eine glänzende Organisation bemühten Team-Akteure haben alternative Veranstaltungs-Modelle mit veränderten Strecken und Ablauf-Prozederen durchgespielt, die verschiedenen Ideen aufgrund des deutlich erhöhten Aufwandes aber schließlich allesamt verworfen. „Wir möchten gerade bei einer Jubiläumsveranstaltung wie in den vergangenen Jahren optimale Voraussetzungen von den Anmeldungen über die Wettbewerbe bis hin zu den Siegerehrungen bieten. Außerdem müssen wir zeitnah die kostenpflichtigen Anträge für die Organisation des Laufes stellen, ohne zu wissen, ob es rechtzeitig weitere Lockerungen geben wird“, bedauert Thomas Henopp die Entscheidung. Sein Fazit: „Wir hätten alle gerne ein normales Sportjahr erlebt, müssen aber akzeptieren, dass wir das im Jahr 2020 abhaken können. Es geht uns jetzt um Schadensbegrenzung und die Schaffung von guten Voraussetzungen für 2021.“