HSG Wetzlar bekommt Lizenz für kommende Handball-Bundesligasaison

Jubel bei der HSG Wetzlar. Sie hat die Lizenz für die 23. Saison in Folge in der 1. Handball-Bundesliga erhalten. Foto: Eibener-Pressefoto

Die Lizenzierungskommission des Handball-Bundesliga (HBL) hat der HSG Wetzlar die Lizenz für die kommende Saison erteilt. Damit steht die HSG vor ihrer 23. Erstliga-Saison in...

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WETZLAR. In den schweren Zeiten der Corona-Krise, die auch die HSG Wetzlar voll im Griff hat, gab es am Donnerstagnachmittag ein positives Signal aus Köln. Die Lizenzierungskommission der Handball-Bundesliga (HBL) hat den Grün-Weißen die Lizenz für die kommende Saison erteilt. Damit steht die HSG vor ihrer 23. Erstliga-Saison in Folge, ohne derzeit jedoch Klarheit zu haben, wann diese starten kann und wird.

"Wir bedanken uns bei der Lizenzierungskommission für dieses positive, motivierende und absolut notwendige Zeichen an uns und alle anderen Clubs in der 1. Und 2. Liga, die derzeit ums wirtschaftliche Überleben kämpfen", so HSG-Geschäftsführer Björn Seipp. "Mein Dank geht jedoch auch an unsere treuen Sponsoren und Fans, die uns in dieser schwierigen Zeit die Treue halten und uns unheimlich viele positive Signale aussenden, die, wie die Nachricht heute aus Köln, Kraft und Zuversicht geben. Gemeinsam werden wir diese Krise meistern!"

Die HBL-Kommission entschied, dass alle Vereine in der 1. und 2. Liga die Lizenz für die Spielzeit 2020/21, teilweise mit der Auflage der Begrenzung des Personalaufwands, erhalten. Lediglich der HSG Krefeld wurde die Teilnahme am Spielbetrieb verweigert. Das Zweitliga-Schlusslicht hatte den Lizenzantrag nicht fristgemäß bis zum 1. März 2020.

Sowohl für die Lizenzierungskommission als auch für die Clubs beider Bundesligen stellt die Corona-Pandemie und deren bereits jetzt deutlich spürbare massive Auswirkungen auf die sportlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eine bisher nie dagewesene Herausforderung dar. Die Club-Verantwortlichen beweisen sich derzeit täglich als Krisenmanager und unternehmen alles ihnen Mögliche, um der Pandemie und deren Auswirkungen erfolgreich entgegenzutreten.

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Rolf Nottmeier, Vorsitzender der HBL-Lizenzierungskommission sagt dazu: "Noch vor Kurzem haben wir eine deutliche Zunahme der Finanzkraft der Clubs festgestellt. In dem aktuellen Prüfungsverfahren war eine fundierte Prüfung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit aufgrund der außergewöhnlichen Umstände nur sehr eingeschränkt möglich. Wir haben daher bewusst mit Augenmaß unter Berücksichtigung der unverschuldeten Notlage der Vereine und Nutzung der Ermessungsspielräume der Lizenzordnung diese positive Entscheidung getroffen."

Da die Auswirkungen der Krise kaum überschaubar sind, hat die Lizenzierungskommission alle Vereine zu einer außerordentlichen Nachlizenzierung bis Ende August 2020 verpflichtet. Zu diesem Zeitpunkt sollte mehr Klarheit sowohl über die Fortsetzung des Spielbetriebs als auch über wesentliche finanzielle Folgen der Coronavirus-Pandemie bestehen. (red)