Verlängerte Vorbereitung für FSV Fernwald

Positiver Test - ein Befund, der für Fußballer und den Spielbetrieb eine Lawine von Konsequenzen hat. Z.B. in Hanau und Umgebung. Karikatur: Heinrich Schwarze-Blanke

Hessenligist würde auf Erlensee und Hanau treffen, die aufgrund der Coronazahlen nicht spielen dürfen. Samuel Sesay beim Test in Leusel schwer verletzt.

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. fernwald (bir). Anderthalb Wochen längere Vorbereitungszeit für den FSV Fernwald in der Fußball-Hessenliga: Nach der Entscheidung, dass Hanauer Fußball-Mannschaften wegen der erhöhten Corona-Gefahr für vier Wochen nicht am Spielbetrieb des Hessischen Fußball-Verbandes teilnehmen dürfen, fallen die ersten beiden Partien der Fernwalder aus.

Zum Rundenstart sollte das Team von Trainer Daniyel Bulut am 5. September beim Aufsteiger 1. FC Erlensee antreten, und am zweiten Spieltag am 12. September stand die Partie des FSV beim 1. Hanauer FC auf dem Programm. Danach am 16. (Mittwoch) müsste der FSV zum TuS Dietkirchen. FSV-Trainer Bulut ("Das könnte auch uns treffen") sieht die momentane Situation mit sehr viel Unbehagen und Sorge und fürchtet, "das ist erst der Anfang." Er denkt auch an die Gegner, die ja "wegen der nachzuholenden Termine eine Wettbewerbsverzerrung erleiden müssen." Auch fürchtet Bulut, dass "im Winter viele Absagen drohen, weil bei den Spielern bei jeder Erkältung der Verdacht auf Corona fallen könnte" und wünscht sich "Tests für alle Spieler."

Für die wegen Spielausfällen drohende Terminnot empfiehlt der A-Schein-Inhaber die Trennung der Hessenliga in eine Nord- und eine Süd-Staffel, um auf weniger Termine zu kommen und mehr Spielraum für Ansetzungen zu haben.

Eigentlich müsste der FSV-Coach froh sein über die Spielausfälle, denn sie geben die Möglichkeit, die verletzungsbedingte Ausfallliste der Fernwalder zu verkleinern. Weil nur noch zehn einsatzfähige Feldspieler zur Verfügung standen, musste das für Montag geplante Testspiel gegen den Regionalligisten Eintracht Stadtallendorf abgesagt werden,

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Am schlimmsten erwischt hat es Samuel Sesay in der Testpartie beim Gruppenligisten SpVgg. Leusel. Der Neuzugang vom FC Gießen zog sich beim 4:4 einen Riss des Außenbandes und einen Kreuzbandanriss am Knie zu und wird lange ausfallen. Der Hessische Fußball Verband sah sich am Dienstag genötigt, auf die Entwicklung mit einer Pressemitteilung zu reagieren: "Wir beobachten das Geschehen genau, die steigenden Infektionszahlen bereiten uns dabei große Sorgen. Selbstverständlich setzen wir alle behördlichen Vorgaben penibel um, um eine weitere Ausbreitung des Virus möglichst zu verhindern. Dabei müssen wir das Geschehen individuell pro Kreis betrachten und stehen diesbezüglich mit den jeweiligen Gesundheitsämtern in Kontakt", erklärte HFV-Präsident Stefan Reuß. Am Mittwochabend findet eine Videokonferenz mit den hessischen Kreisfußballwarten statt. "Dabei werden wir besprechen, wie wir mit dem Spielbetrieb in den einzelnen Kreisen und Klassen verfahren können", ergänzte Jürgen Radeck, Vorsitzender des Verbandsausschusses für Spielbetrieb und Fußballentwicklung.