Mit dem Neuen zwischen den Pfosten zu den hessischen Bayern

Hütet nun das Hessenliga-Gehäuse des FSV Fernwald: Joao Borgert. Foto: imago

Beim Gastspiel beim FC Bayern Alzenau kommt Joao Borgert, Neu-Keeper von Fußball-Hessenligist FSV Fernwald, zu seinem zweiten Einsatz.

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ALZENAU/FERNWALD. Die Anhänger des FSV Fernwald wunderten sich beim letzten Spiel gegen den 1. Hanauer FC, als sie die Aufstellung lasen oder vom Stadionsprecher hörten: Im Tor Joao Borgert. Verständlich, denn der neue Keeper ist auch erst seit Anfang letzter Woche beim FSV.

Bayern Alzenau - FSV Fernwald (Samstag, 15 Uhr)

Die kurzfristige Neuverpflichtung war notwendig geworden, weil mit Pierre Kleinheider und Fabian Grutza zwei Tohüter sich schwer verletzt hatten. So erlitt Kleinheider in der Partie gegen Hünfeld einen Kreuzbandriss und wird wohl in diesem Jahr kein Spiel mehr bestreiten können. Grutza fällt wegen einer Meniskus-Operation ebenfalls noch längere Zeit aus. Und da Trainer Daniyel Bulut Mithat Sahin, der von der Fliedener Partie angeschlagen war, noch schonen wollte, kam Borgert zu seinem Debüt im FSV-Tor.

Wo kommt Borgert her und wie kam der FSV auf den Brasilianer? "Ich habe in der letzten Saison 13 Spiele für Eintracht Stadtallendorf in der Regionalliga gemacht und bin dann in die vierte italienische Liga gegangen. Dann haben die Fernwälder über meinen Berater Kontakt zu mir aufgenommen", erklärt der in Brasilien geborene Keeper mit italienischen Wurzeln, der in der Jugend in seiner Heimat Brasilien gekickt hat.

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Borgert hat sich bisher ganz der Kickerei verschrieben. "Fußball ist mein Beruf", sagt er und kündigt an, zunächst einen Deutsch-Sprachkurs zu belegen, um dann eine Ausbildung zu beginnen. Und wie beurteilt er seine Leistung in der Partie gegen Hanau? "Ich denke, dass ich zwei Fehler gemacht habe, aber ich habe erst eine Woche mit der Mannschaft trainiert", räumt er ein und denkt an den Treffer zum 1:2, als er etwas zu weit vor dem Tor postiert war. Sein Trainer war "insgesamt mit Joao zufrieden", gibt aber auch zu: "Das zweite Tor kann man halten."

Borgert wird auch am Samstag beim Gastspiel beim FC Bayern Alzenau wieder im FSV-Tor stehen. "Das ist ein Spiel auf gleicher Höhe, da kann man punkten", sieht Bulut der Partie beim punktgleichen Tabellennachbarn aus Bayern optimistisch entgegen und bekräftigt, dass "wir uns vor keinem Team verstecken müssen und wir endlich wieder gewinnen wollen".

Während der FSV in Bestbesetzung antreten kann, hat das Team aus dem Landkreis Aschaffenburg noch einen dicken Fisch an Land gezogen. Mit Jose Holebas wurde ein Abwehrspieler von Olympiakos Piräus verpflichtet, der in Aschaffenburg geboren, eine bemerkenswerte Karriere mit Stationen bei 1860 München, AS Rom, FC Watford gemacht hat und in Griechenland 38-facher Nationalspieler geworden ist. Mit Piräus wurde der 37-Jährige fünfmal griechischer Meister und hatte letzte Saison fünf Einsätze in der Champions League. Spielertrainer Peter Sprung ist wegen einer Gelb-Roten Karte aus dem letzten Spiel gegen FC Barockstadt/Lehnerz (0:1) heute gesperrt.

FSV Fernwald: Borgert, Sahin, Bender, Freese, Solak, Strack, Sesay, Mukasa, Hendrich, Vural, Dinler, Luc, Burger, Goncalves, Markiewicz, Richter, Schäfer.