Leistung stimmt, das Ergebnis nicht

Der FC Gießen II war im Verbandsliga-Heimspiel gegen Zeilsheim nicht das schlechtere Team, verliert aber am Ende unglücklich mit 0:2.

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WATZENBORN-STEINBERG. Zweite Heim-Niederlage in Folge für den FC Gießen II: Gestern unterlag das Team von Trainer Gino Parson dem SV Zeilsheim mit 0:2 (0:1) und steht weiterhin auf einem Abstiegsplatz. "Da war viel Pech für uns, heute hat die clevere, aber auch glücklichere Mannschaft gewonnen. In der zweiten Halbzeit waren wir klar besser", war Parson mehr mit dem Ergebnis als mit der Leistung seines Teams unzufrieden.

Im Duell des Tabellenvierten mit dem Rang-Vierzehnten profitierten die Gäste von der frühen Führung durch Josef Sultani, der der FC-Abwehr entwischt war und am herausstürzenden Gießener Torwart Daniel Nigbur vorbei das Leder zum 1:0 (7.) ins Netz setzte. Während die Platzherren unbeeindruckt schienen, demonstrierte das Team von Trainer Sascha Amstätter gut eine halbe Stunde seine Überlegenheit in Sachen Technik und Ballsicherheit. Dazu störten sie früh die Aufbauversuche der Hessenliga-Reserve, und deren lang geschlagenen Bälle allzu leicht abgefangen werden konnten. Torgefahr brachte nur eine Aktion von Serkan Pancar (31.), dem SV-Keeper Dominik Reining zuvorkam und als auf der anderen Seite Nigbur (32.) einen 35-Meter-Freistoß von Sultani abwehren musste.

FC Gießen II - SV Zeilsheim 0:2

Nach dem Wechsel kamen die Gastgeber mit mehr Entschlossenheit und Tordrang aus der Kabine, eroberten sich durch frühzeitiges Attackieren schneller den Ball, schafften es aber nicht, die Offensivaktionen zu Ende zu spielen. Abnutzungskampf im Mittelfeld mit sehr vielen hart umkämpften Zweikämpfen beherrschte nun das Geschehen auf dem Watzenborner Rasenplatz. Die Gäste begnügten sich weitgehend mit der Verwaltung ihres Vorsprungs, liefen sich mit ihren Offensivaktionen aber auch immer wieder in der aufmerksamen FC-Deckung fest. Torgefahr entstand bis auf einen Distanzversuch von Andreas Wiertelorz (57.) weit über das Gäste-Tor und bei einem ungenauen Schuss von Imran Bartok (61.) nicht. Erst ein Freistoß-Kracher von Pancar (69.) hätte den Ausgleich verdient gehabt. Stattdessen erhöhte der kurz zuvor eingewechselte Patrick Lieb mit der einzigen gelungenen Kombination nach der Pause auf 2:0 (75.).

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Das war das Signal für eine Schlussoffensive der Gießener, für die Florian Pinkl mit seinem Drehschuss aus kurzer Distanz, den Reining entschärfte, den Anschlusstreffer verpasste. Kurz darauf verfehlte zentral vor dem Zeilsheimer Kasten Eduardo Dursun (87.) das Leder mit dem Kopf nur knapp. Somit blieben die Bemühungen der abstiegsbedrohten Mannschaft von Parson ohne Zählbares.

FC Gießen II: Nigbur - Simon, Schlecht, Gabriel, Toprak (80. Dursun)- Pancar, Wiertelorz, Schmidt, Keles, Schmandt (67. Celik) - Alkan (60. Pinkl).

SV Zeilsheim: Reining - Pitas, Ouattara, Weigand, Gluhakovic - Fil, Sultani (72. Lieb)Grigorian, Miric (58. Bartok), Aljusevic - Köksal (81. Talevski).

Tore: 0:1 (7.) Sultani, 0:2 (75.) Lieb - Schiedsrichter: Höpp (Ranstadt) - Gelbe Karten: Schmidt/Fil - Zuschauer: 50.