FSV Fernwald und FC Gießen II vergeben zu viele Chancen

Das heimische Verbandsliga-Duo leidet an mangelhafter Chancenverwertung und muss viele Verletzte ersetzen.

Anzeige

FERNWALD/WATZENBORN-STEINBERG. Kranke und verletzte Spieler beklagen die beiden Verbandsligisten FSV Fernwald und FC Gießen II vor den Aufgaben am Wochenende.

Germania Schwanheim - FSV Fernwald (Samstag, 16 Uhr): Der FSV Fernwald ist immer noch ungeschlagen, auch wenn der Vorsprung als Tabellenführer nach dem letzten 1:1 gegen den VfB Marburg auf fünf Punkte geschrumpft ist. Der Wert des Remis relativiert sich etwas angesichts der Überlegenheit und der zahlreichen Torchancen, die die FSV-Offensivabteilung liegen ließ. Allen voran Rafael Szymanski, der dennoch mit 18 Treffern die Liga-Torschützenliste anführt. Aber gerade dessen Einsatz ist bei Germania Schwanheim gefährdet.

Der Angreifer hat sich in dieser Woche ebenso krank gemeldet wie Daniel Erben. "Da muss man sehen, was geht", bangt FSV-Trainer Karl-Heinz Stete heute im Frankfurter Stadtteil um den Top-Angreifer. Ebenso ungewiss ist der Einsatz von Abwehrspieler Julian Bender, der aus Studiengründen fehlen könnte. Definitiv nicht dabei beim Duell mit dem Tabellenneunten, der sich mit einem kleinen Zwischenspurt von den Abstiegsplätzen hochgearbeitet und fünf seiner neun Heimspiele gewonnen hat, ist Louis Goncalves, der sich im Marburg-Spiel eine Zerrung einhandelte. Für ihn wird Henrik Bluhm von Beginn an im Mittelfeld versuchen, Akzente zu setzen. Angesichts des quantitativ und qualitativ gut besetzten Kaders des Aufstiegsaspiranten erwartet Stete, "dass wir in Schwanheim unser Spiel durchsetzen", und fordert: "Allerdings müssen wir diesmal die Chancen besser nutzen und mehr Tore machen als zuletzt gegen Marburg."

Aufgebot FSV Fernwald: Säglitz, Wagner, Richardt, D. Erben, Bender, Fischer, Simon, Jörg, Bartheld, Weinecker, F. Erben, Szymanski, Burger, Ersentürk, Vujica, Buycks.

Anzeige

FC Gießen II - FV Breidenbach (Sonntag, 15 Uhr, Rasenplatz Watzenborn-Steinberg): "Es ist eine Frage der Zeit, bis wir gewinnen", sagt Gino Parson, der sich selbst als "ungeduldigen Typen" bezeichnet. Geduld aber muss der Spielertrainer vom FC Gießen II im Moment jede Menge aufbringen, hat sein Team doch in den jüngst sechs Partien lediglich einen Punkt geholt. So verlor die Hessenliga-Reserve jüngst trotz einer Halbzeit in Überzahl mit 0:2 beim FC Dorndorf, einem direkten Mitkonkurrenten im Abstiegskampf. Acht hundertprozentige Einschussgelegenheiten zählte Parson, dessen Mannschaft keine einzige davon verwertete: "Ich habe schon viel erlebt, aber so etwas noch nicht." Der FC, so der 39-Jährige, spiele gut, "wir haben immer mehr Torchancen als der Gegner, auch davor gegen Zeilsheim. Vorne ist es dann eine Qualitätssache."

Da könnten die Gießener einen Angreifer wie Felix Baum sehr gut gebrauchen. Der 14-fache Torschütze läuft für den morgigen Gegner FV Breidenbach auf, der sich trotz der Topquote des 28-Jährigen nur drei Plätze vor dem FCG auf Position elf befindet. "Breidenbach ist schon einige Jahre in der Verbandsliga dabei, die haben keine Nervosität", beschreibt Parson den FV als sehr erfahrenen und abgezockten Kontrahenten. Seinerseits muss Parson neben Moritz Schmandt (Schambeinentzündung) auf einige erfahrene Akteure verzichten. Kapitän Dennis Schlecht zog sich in Dorndorf einen Bänderriss zu, die Stürmer Andreas Wiertelorz und Andrew Iyasere fallen verletzungsbedingt ebenfalls aus. Immerhin ist Parson selbst nach auskuriertem Muskelfaserriss wieder dabei.

FC Gießen II: Nigbur, Balser; Moura, Mazitov, Simon, Celik, Guzu, Henn, Alkan, Schmidt, Kahveci, Dursun, Güngör, Parson, Pinkl, Toprak, Keles, Pancar. - Es fehlt: Sesay, Stehle, Schmandt, Iyasere, Wiertelorz, Schlecht (alle verletzt), Bathomene (gesperrt).