Erster Auswärtssieg soll her

Wie bei einer Kopfball-Übung: Aber Eduardo Dursun (rechts, TuBa) will Angelo Ferdek (Gießen II) eher nicht anspielen. Foto: Bär

FC TuBa Pohlheim gastiert nach Kantersieg gegen FC Gießen II bei derzeit erfolgsverwöhnter SF/BG Marburg.

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POHLHEIM . Pohlheim (thos). Alle Neune: So hieß es am vergangenen Sonntag für Fußball-Verbandsligist FC TuBa Pohlheim, um es in der Kegler-Sprache auszudrücken. "Das Ergebnis hat unter diesen Voraussetzungen keine Aussagekraft, aber diese Anzahl Tore musst du erst mal schießen", blickt Trainer Sherwin Rahmani auf das 9:0 im Derby über den FC Gießen II zurück. Seit acht Spielen ist der FC inzwischen ungeschlagen.

SF/BG Marburg - FC TuBa Pohlheim (Sonntag, 15.30 Uhr)

Der Kantersieg war wesentlich begünstigt durch zwei fragwürdige Ampelkarten für die Gäste. "Die waren einen Ticken zu hart", meint auch Rahmani und hätte sich einen Tick mehr Fingerspitzengefühl vom Schiedsrichter gewünscht. Weiter geht es für die Truppe aus Holzheim am Sonntag am Zwetschenweg in Marburg bei der Nummer eins der Stadt. Und das ist, überraschenderweise, nicht der VfB Marburg, sondern das sind die SF/BG Marburg, die Rang vier ganz wesentlich ihrer jüngsten Erfolgsserie zu verdanken haben. Neun Punkte aus drei Spielen bei 13:2 Treffern lautet die Ausbeute.

"Die Sportfreunde sind eine sehr homogene, ausgeglichene Mannschaft, die defensiv recht stabil steht und in der Offensive Spieler hat, die eine Partie auch alleine entscheiden können", bekundet Rahmani Respekt vor der Truppe von Maurice Jauernick. Die drei Punkte sind gleichwohl das Ziel bei TuBa, was im fünften Anlauf gleichbedeutend mit dem ersten Auswärtssieg wäre. Ist der Heimvorteil in Hessens zweithöchster Spielklasse ein größeres Thema? Rahmani: "Ich glaube, jedes Team fühlt sich zu Hause auf dem eigenen Platz wohler. Weil wir aber ja nicht vor 60000 Zuschauern spielen, ist das nicht ganz so einflussreich." Der 39-Jährige hebt er auf die grundsätzliche Qualität der Gegner beziehungsweise die jeweilige aktuelle Form zum Zeitpunkt des Aufeinandertreffens ab, um zu erklären, warum es in der Fremde bislang nicht geklappt hat. Der 39-Jährige gastierte mit seinen Schützlingen bis dato bei Spitzenreiter Steinbach II und beim ambitionierten VfB Marburg sowie in Cleeberg, die seinerzeit Zweiter waren. "Für das Wochenende", so der Coach abschließend, spiele die Frage, ob Heim- oder Auswärtsmatch, keine Rolle. Mit einem Dreier würden die Pohlheimer die Blau-Gelben im Klassement überholen und die Bedingungen für ein echtes Topspiel gegen den FC Ederbergland (derzeit Zweiter) schaffen. Personell wird wohl Erencan Pektas wieder in den Kader rücken, während Ahmet Marankoz nach seinem Ausfall wegen muskulärer Probleme gegen Gießen noch nicht gesichert ist. Fraglich ist ferner Pierre Chabou, während Antonyos Celik und Philip Basmaci nach wie vor fehlen.