Die Serie hält auf beiden Seiten

Während Heuchelheim im Derby dritten Sieg in Folge feiert, quittieren Männerturner dritte Niederlage hintereinander. MTV eine Halbzeit überlegen. Thielemeier vergibt Elfer.

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HEUCHELHEIM . HEUCHELHEIM (mcs). Die Turn- und Sportfreunde aus Heuchelheim haben ihren guten Lauf in der Gruppenliga Gießen/Marburg fortgesetzt und den dritten Sieg in Serie gefeiert. Im "Nachbarschaftsduell" mit dem MTV 1846 Gießen wandelte das Team des Trainergespannes Daniel Marx/Yannik Pauly einen 0:1-Pausenrückstand noch in einem 3:1-Erfolg um. Nach der dritten Pleite in Folge mussten die Männerturner die Weiß-Blauen zudem in der Tabelle an sich vorbeiziehen lassen.

TSF Heuchelheim - MTV 1846 Gießen 3:1 (0:1): "Aufgrund der vielen Chancen in der zweiten Halbzeit würde ich sagen, dass der Heimsieg in Ordnung geht. Allerdings hätte die Partie nach gut einer Stunde einen anderen Verlauf nehmen können, hätte der MTV seinen Elfmeter verwandelt. So konnten wir den Sieg in den Minuten darauf dann eintüten", berichtete der TSF-Sprecher nach dem vierten Saisonsieg seiner Mannschaft.

Danach hatte es allerdings in der ersten Halbzeit noch überhaupt nicht ausgesehen, denn die Männerturner waren in Heuchelheim das bessere Team. Die Führung, die Steffen Janknecht (13.) im Anschluss an einen Freistoß besorgte, war absolut verdient. TSF-Torhüter Dorian Balser verhinderte sogar noch einen zweiten Gegentreffer.

Nach der Pause kamen die Gastgeber aber mit wesentlich mehr Zug aus der Kabine und fanden nun auch Zugriff auf die Partie. Lohn war der schnelle 1:1-Ausgleich, der Tobi Schmitt zehn Minuten nach Wiederanpfiff per Abstauber gelang. Nur fünf Minuten später hätte sich die Waage aber wieder dem MTV zuneigen können, doch Yannik Thielemeier scheiterte mit einem Handelfmeter am bärenstarken Heuchelheimer Torhüter Balser. Diese (mentale) Steilvorlage ihres Keepers nutzten dessen Vorderleute, um das Derby schon in den Minuten darauf zu entscheiden. Zunächst war erneut Schmitt (62.) zur Stelle und köpfte eine Freistoßflanke in die Maschen. Nur wenig später war der eingewechselte Nico Städele (68.) auf und davon und netzte zum 3:1 ein.

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Obwohl Luca Dreyer (70.) wenig später nochmal Balser prüfte, kam die Delle-Elf in der Schlussphase dann nicht mehr zu Chancen, im Gegenteil. Städele, der zunächst freistehend an MTV-Torwart Christian Thomas (80.) und später noch am Pfosten (88.) scheiterte, hätte den Heimsieg noch deutlicher ausfallen lassen können.