Sebastian Rode vor letzter Saison: „Versuche es zu genießen“

aus Eintracht Frankfurt

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Fussball - Trainingslager Eintracht Frankfurt - 24.07.23, 
Sebastian Rode,

- Foto: René Vigneron
© René Vigneron

„Wenn ich auf den Platz gehe, dann immer mit hundert Prozent“, sagt Eintracht Frankfurts Kapitän. Vor seiner 13. Saison als Fußballprofi steht er im Interview Rede und Antwort.

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Sie gehen in ihre letzte Saison. Ist das in Stein gemeißelt?

„Ja, im nächsten Sommer ist Schluss. Ich will ja nach dem Fußball noch viele Jahre gesund mit meinen Kindern spielen können. Es wird immer schwerer, die Leistung abzurufen und mitzuhalten. Das habe ich gerade jetzt nach dem Urlaub wieder gemerkt. Es hat viel Kraft und Mühe gekostet, wieder hochzufahren. Aufgrund meiner Verletzungshistorie muss ich ja auch immer wieder in meinen Körper hören, Absprachen mit Trainern und Ärzten treffen.“

Letzte Saison haben sie immer mal Pausen einlegen müssen, sind aber trotzdem auf 39 Pflichtspieleinsätze gekommen. Wie äußern sich denn die Probleme im täglichen Trainingsbetrieb?

„Ja, 39 Spiele sind ganz gut. Ich merke es jeden Morgen nach dem Aufstehen, da zwickt da was und tut da was weh. Ich schaue auf mein Knie, ob es eine Reaktion gegeben hat. Bis hierhin ist es in dieser Vorbereitung gut gelaufen. Wenn das so bleibt, bin ich hinsichtlich der neuen Saison auf einem guten Weg.“

Gehen sie immer noch gerne zum Training?

„Das eine oder andere Mal gibt es schon Trainingsinhalte, auf die man sich nicht unbedingt freut. Aber grundsätzlich überwiegt bei mir noch immer die gute Laune auf der Fahrt zum Training.“

Bei Trainer Oliver Glasner war die „Schonung“ letzte Saison kein Problem. Er hat das oft genug auch öffentlich erklärt. Wie ist es beim neuen Trainer?

„Es gibt konkrete Absprachen mit der medizinischen Abteilung und mit dem Trainer gibt es den kurzen Dienstweg. Er hat mich schon im Urlaub mal angerufen und wir haben uns gut ausgetauscht. Der Trainer hat nachgefragt, wie es mit der Belastungssteuerung funktionieren kann. Ich denke, da gibt es keine Probleme.“

Ist ihnen in diesen Tagen bewusst, dass das ihr letztes Sommertrainingslager ist?

„Ja, ist mir schon klar, dass ich als Sportler mit keiner Mannschaft mehr hierherkomme. Gerade deshalb versuche ich es auch zu genießen, so anstrengend es auch ist. Die Zeit mit den Teamkollegen kommt dann nicht wieder.“

Und was macht der Sportler Rode dann im nächsten Sommer? 

„Ich freue mich vor allem auf mehr Zeit mit der Familie. Und ich hoffe, ich habe mehr Zeit für die eine oder andere Runde Golf. Paddel-Tennis macht mir viel Spaß und auf dem Fahrrad werde ich bestimmt auch öfter mal durch den Odenwald fahren.“

Können sie sich noch an ihr erstes Trainingslager im Profibereich erinnern? Gab es große Unterschiede zu heute? Und bei wem war es am härtesten?

„Mein erstes war mit den Kickers im Winter 2008 in Side in der Türkei. Trainer war Jörn Andersen, Dino Toppmöller war als Kollege auch mit dabei. Damals war es noch üblich, dass man auch mal morgens um 7.30 Uhr einen Lauf machen musste. Das gibt es heute eher selten. Und knallhart war es bei keinem meiner Trainer. Bei Pep Guardiola war das Training meist sogar eher entspannt. Einen Schleifer wie Felix Magath hatte ich Gott sei Dank nie, sonst wäre ich heute ziemlich sicher nicht mehr auf dem Platz...“ (lacht)

In den ersten drei Testspielen sind sie in die Zweikämpfe gegangen als gebe es kein Morgen. Können sie nicht langsamer machen, auch in Freundschaftsspielen nicht?

„Stimmt, das ist einfach meine Mentalität. Wenn ich auf den Platz gehe, dann mit hundert Prozent. Ich bin so ehrgeizig und will einfach nicht hinterherlaufen.“

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Was bedeutet ihnen das Kapitänsamt bei der Eintracht?

„Sehr viel. Es ist ein Verein aus meiner Region, viele meiner Freunde sind Eintracht-Fans. Für mich ist es eine große Ehre, in die Fußstapfen so vieler großer Eintracht-Kapitäne getreten zu sein. Jetzt hoffe ich noch auf ein letztes gutes Jahr.“

Sie haben mal in Darmstadt gespielt, mal in Offenbach, jetzt bei der Eintracht. Sie sind einer der wenigen, die bei allen Vereinen geachtet werden. Bei Seppl Rode setzt der Hass auf die ungeliebten Nachbarn aus. Warum ist das so?

„Ich denke, es wird honoriert, dass ich immer meine Leistung gebracht habe, egal bei welchem Klub. In Bezug zum OFC ist die Konkurrenzsituation durch den Klassenunterschied auch längst nicht mehr so groß wie früher. In Offenbach sagen sie sogar, ich könnte mich ja wieder öfter mal blicken lassen.“

Sie waren beim FC Bayern und beim BVB, haben unter Pep Guardiola und Thomas Tuchel trainiert. Haben sie alles erreicht in ihrer Karriere? Oder wäre noch mehr drin gewesen? Was war mit der Nationalmannschaft? 

„Klar, ich hätte gerne ein Länderspiel gemacht, aber ich war zum falschen Zeitpunkt verletzt, als es die Möglichkeit gegeben hat. Alles in allem bin ich sehr, sehr zufrieden und stolz darauf, was ich erreicht habe.“

Sie haben den Meistertitel und den Pokal geholt, mit der Eintracht den Europacup. Wie wäre es am Ende noch mit dem Gewinn der Conference-League?

„Das wäre natürlich ein schöner Abschluss. Aber dafür müssen wir noch viel arbeiten. Es ist ein langer Weg. Erst einmal müssen wir die Play-off-Spiele überstehen und in die Gruppenphase kommen.“ 

Wie sehr „stinkt“ es ihnen, wenn sie nach in den Sand gesetzten Spielen als Kapitän vor die Presse müssen und erklären sollen, was manchmal nicht zu erklären ist? Und wie sehr müssen sie sich kurz nach dem Abpfiff nochmal konzentrieren, um vernünftige Aussagen zu tätigen?

„Manchmal macht man das nicht gerne, das ist normal. Aber es gehört zum Amt des Spielführers dazu, Dinge zu erklären, auch wenn es manchmal schwierig ist. Es stimmt, ich muss mich da schon sammeln, um nicht in irgendwelche Fettnäpfchen zu treten und eine vernünftige Analyse abzugeben. Mit der Zeit habe ich gelernt, damit umzugehen. Ich sage meine Meinung, auch wenn es manchmal unbequem ist.“

Warum tut ihr euch aktuell so schwer, in die Gänge zu kommen. Ist es wirklich so viel anders unter Toppmöller zu trainieren als unter Glasner?

„Es ist schon anders unter dem neuen Trainer. Jeder Trainer hat seine eigenen Vorstellungen und Ideen. Unter Oliver haben wir meist Lösungen fürs Umschaltspiel nach Ballgewinnen trainiert. Unter Dino ging es bis jetzt darum, im eigenen Ballbesitz die Ketten des Gegners zu überspielen. Wir hatten aber erst zwei Trainingswochen, von daher kann man noch schwer konkrete Vergleiche ziehen. Den Testspiel-Ergebnissen messe ich bislang nicht so viel Wert bei. Wir müssen aber die richtigen Schlüsse daraus ziehen, Dino hat das gut gemacht in seiner Ansprache und Analyse.“