Niederlage in der Nachspielzeit: Eintracht verliert 1:2 gegen...

aus Eintracht Frankfurt

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Fallstudie: Duell zwischen dem Bremer Ludwig Augustinsson (unten) und Frankfurts Gelson Fernandes. Foto: dpa

Schock für Eintracht Frankfurt. In der Nachspielzeit kassierten die Hessen den Treffer zur 1:2-Niederlage gegen Werder Bremen.

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FRANKFURT. Viel mehr hätte nicht schief gehen können: Die Frankfurter Eintracht hat nicht nur im ersten Heimspiel der Saison gegen Werder Bremen in der sechsten Minute der Nachspielzeit eine 1:2 (0:1)-Niederlage hinnehmen müssen. Dazu haben die Frankfurter vor 50.000 Zuschauern auch noch Carlos Salcedo mit einer schweren Fußverletzung und Jetro Willems mit einer gerechtfertigten Roten Karte verloren. Die Tore erzielten Osako und Rashica für Werder, Haller per Elfmeter für die Eintracht.

Es gibt so Tage, da wäre man besser im Bett geblieben. Das traf für die Frankfurter Eintracht zu. Von Anfang an lief alles gegen die Hessen. Nach neun Minuten foulte Davy Klaasen Abwehrmann Carlos Salcedo ganz mies. Der Mexikaner musste kurz darauf mit einer Fußverletzung vom Platz, Klaasen kam ohne Verwarnung davon. In der 20. Minute erzielten die Bremer durch Yuya Osako ein Tor, das der Schiedsrichter zunächst nicht anerkannte. Der Assistent hatte die Fahne gehoben, Abseits. Doch das war ein Fehler, aus dem Kölner Video-Keller kam von Deniz Aytekin die Nachricht: Kein Abseits, also Tor. Werder führte. Torwart Kevin Trapp, vor dem Spiel begeistert gefeiert, konnte da nichts halten.

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Doch die Frankfurter traf es noch viel schlimmer. Und sie waren selbst schuld daran. In der 32. Minute schlug Jetro Willems völlig unmotiviert Gebre Selassie nach einem handelsüblichen Zweikampf ins Gesicht. Schiedsrichter Storks zeigte die Rote Karte. Trainer Hütter, der zuvor für den verletzten Salcedo schon Evan Ndicka gebracht hatte, musste jetzt noch einmal wechseln. Stürmer Müller ging, Verteidiger Tawatha kam. Die Eintracht kämpfte in Unterzahl, war aber bis zur Pause auf verlorenem Posten.

Bremer Torhüter verletzt vom Platz

In der 49. Minuten bekamen die Frankfurter dann Hilfe der Gäste, Tawatha hatte den Ball nach vorne geschlagen, Augustinssons Kopfballrückgabe geriet zu kurz, Gacinovic spritzte dazwischen. Und wurde von Torwart Jiri Pavlenka von den Beinen geholt. Ein klarer Elfmeter, den der Referee auch sofort pfiff. Das Spiel war minutenlang unterbrochen, denn Pavlenka und Gacinovic hatten sich beim Zusammenprall verletzt, der Bremer deutlich schwerer als der Frankfurter. Der Keeper musste sichtlich benommen auf der Trage raus. Den Elfmeter verwandelte dann in der 54. Minute Sébastien Haller ganz souverän. Die Eintracht nutzte nun zehn Minuten lang die Verunsicherung der Bremer, und war gleichwertig. Doch nach einer guten Stunde begann die Abwehrschlacht in Unterzahl.

Als dann auch noch der völlig ausgepumpte Gacinovic raus musste, ging nach vorne gar nichts mehr. Es kam die Zeit des Torwarts. Kevin Trapp hielt, was zu halten war. Doch in der sechsten Minute der Nachspielzeit wurde er durch einen Freistoß von Milod Rashica doch noch überwunden.

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Von Peppi Schmitt