In letzter Sekunde: Eintracht Frankfurt siegt auf Schalke

aus Eintracht Frankfurt

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Ante Rebic (l) von Eintracht Frankfurt erzielt das 0:1 gegen Schalke. Foto: dpa

Ein Handelfmeter in letzer Sekunde - sicher verwandelt von Luka Jovic - sichert Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt einen knappen 2:1-Sieg gegen Schalke.

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GELSENKIRCHEN. Die Frankfurter Eintracht bleibt im Jahr 2019 ungeschlagen. Doch das 2:1 (1:1) beim FC Schalke 04 war nicht wirklich ein Glanzstück. In der letzten Sekunde der Nachspielzeit hat die Eintracht einen Handelfmeter nach Video-Beweis zugesprochen bekommen, den Luka Jovic zum Siegtreffer verwandelte. Das sind drei weitere wichtige Punkte im Kampf um die Champions-League-Plätze. Ante Rebic hatte zuvor die Eintracht in Führung gebracht, Suat Serdar noch vor der Pause den Ausgleich vor 61.000 Zuschauern erzielt.

Zwanzig Minuten spielte nur ein Mannschaft – die Eintracht. Die Schalker rannten nur hinterher, waren völlig verkrampft, schlicht unterlegen. Schon in der 3. Minute hätte Ante Rebic die Gäste in Führung bringen müssen, doch er schoss aus kurzer Distanz Torwart Nübel an. In der 7. Minute verfehlte Rebic dann mit der Hacke knapp, ehe es in der 13. Minute so weit war: Nach einem wunderbaren Pass von Filip Kostic spielte er den Torwart aus und schob den Ball ins Tor.

Die Eintracht war in allen Belangen besser, war klar Herr im Haus. Genau bis zur 21. Minute. Dann verursachte Martin Hinteregger am eigenen Strafraum einen unnötigen Freistoß. Den hoch geschlagenen Ball, konnte Breel Embolo aufs Tor köpfen, Kevin Trapp wehrte noch reaktionsschnell ab, doch den Nachschuss brachte Suat Serdar aus kurzer Distanz unter. Luka Jovic hatte einen Moment nicht aufgepasst.

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Kuriose und dramatische Schlussphase

Die Schalker schöpften Hoffnung, versuchten der eindeutige spielerische Unterlegenheit mit kämpferischen Mitteln wett zu machen. Sie hatten das Glück, dass bei der Eintracht mit Jetro Willems und vor allem Johnny de Guzman zwei Spieler im Mittelfeld aufgeboten waren, die immer wieder die Bälle leichtfertig verloren. Zu selten kam der Ball deshalb zu den beiden Spitzen. Und dann hatten die Gastgeber auch noch Glück, dass Schiedsrichter Sascha Stegemann gleich zwei Mal daneben lag. Jeffrey Bruma foulte nach einer halben Stunde Rebic im Strafraum, er zog am Trikot und trat in die Beine, ein glasklarer Elfmeter. Der Referee ließ weiterspielen, wurde vom Video-Assistenten darauf hingewiesen und schaute sich die Aktion noch einmal in der Video-Area an. Und entschied trotzdem nicht auf Elfmeter. Eine der krassesten Fehlentscheidungen der Saison.

Die Eintracht musste bald Hinteregger auswechseln. Nach einem üblen Foul von Serdar, der dafür eine Gelbe sah, wirkte der SGE-Verteidiger benommen. Für ihn kam Evan Ndicka. Nach dem Wechsel wurde das Spiel minütlich schlechter. Die Eintracht war nach wie vor überlegen, übte jedoch keinen wirklichen Druck nach vorne aus. Schalke kämpfte und rannte und schien ein paar Tage nach dem Pokalspiel gegen Bremen eine Viertelstunde vor Schluss mit den Kräften am Ende. Aber auch die Frankfurter hatten nicht wirklich was zuzusetzen. Der eingewechselte Goncalo Paciencia war der aktivste Adlerträger, scheiterte mit einem Kopfball an Torwart Nübel.

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Und dann rettete der beste Schalker auch noch gegen seinen eigenen Spieler. Caligiuri hatte einen Eckball aufs eigene Tor abgefälscht. Auf der Gegenseite mussten nacheinander Trapp und Abraham in höchster Not klären, aber wirklich herausgespielte Chancen waren das nicht mehr. Die Schalker schienen mit dem einen Punkt zufrieden, verlegten sich nur noch aufs Kontern. Und die Eintracht fand gegen den tiefstehenden Gegner keine Mittel. Bis Stegemann in der letzten Sekunden der Nachspielzeit einen Hinweis vom Videoassistenten erhielt. Caligiuri hatte zuvor einen Kostic-Torschuss mit der Hand abgewehrt. Stegemann schaute sich die Szene mehrfach am Bildschirm an - und entschied auf Handelfmeter, den Jovic gekonnt verwandelte. In kuriosester und dramatischster Art und Weise gewinnt Frankfurt mit 2:1.

Von Peppi Schmitt