Frankfurts Lauf geht weiter - 1:0 gegen Mainz 05

aus Eintracht Frankfurt

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Filip Kostic von Eintracht Frankfurt (Mitte) setzt sich gegen zwei Mainzer durch.  Foto: René Vigneron

Der Krisenmodus in Frankfurt scheint endgültig überwunden - mit einer Neun-Punkte-Woche. Mit dem Sieg im Rhein-Main Derby festigt die Glasner-Elf nun ihre Europa-Ambitionen.

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FRANKFURT. Eintracht Frankfurt bleibt weiter die Mannschaft der Stunde in der Bundesliga. Mit einem hochverdienten 1:0 (1:0)-Sieg gegen den FSV Mainz 05 beendeten die Hessen nicht nur das Jahr 2021 erfolgreich, sondern holten auch in der letzten englischen Woche alle neun Punkte. Das wahrhaft „goldene Tor“ zum vorweihnachtlichen Drei-Punkte-Geschenk erzielte Jesper Lindström schon vor der Pause nach glänzender Vorarbeit seines Stürmerkollegen Rafael Borré. Die Frankfurter zeigten in der ersten Halbzeit eine starke spielerische Leistung und verteidigten nach dem Wechsel gegen insgesamt enttäuschende Mainzer mit Zähnen und Klauen den Sieg. Am Ende wurden sie von ihren Fans unter den 15.000 Zuschauern in der ausverkauften Arena begeistert gefeiert.

Dass Makoto Hasbee für den gesperrten Tuta ins Team gekommen war, war ebenso zu erwarten wie Sebastian Rodes Einsatz für den verletzten Kristijan Jakic. Dass aber Danny da Costa gegen seinen ehemaligen Klub aus Mainz wieder draußen und dafür Timmy Chandler drinnen war, kam dann doch überraschend. Aber der Frankfurter Trainer hatte wieder so einiges richtig gemacht. Jedenfalls beherrschte die Eintracht die Nachbarn über die komplette erste Halbzeit. Torwart Trapp musste nicht einen einzigen Ball abwehren, warm gehalten wurde er nur von Flanken und Eckbällen, die er souverän aus der Luft pflückte.

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Hasebe mit starker Leistung

Die Frankfurter Defensive verhinderte schon in der Entstehung jede Gefahr. Überragend einmal mehr „Libero“ Hasebe, der sich auch von überharten Attacken von Karim Onisiwo nicht aus der Ruhe bringen ließ. Onisiwo wandelte permanent an der gelben Karte, auch bei einem Luftfoul gegen Martin Hinteregger. Doch Schiedsrichter Brych hielt die Spieler an einer langen Leine. Chancen zur Führung hatten nur die Gastgeber. Erst verfehlte Evan Ndicka mit einem Kopfball, dann scheiterte Chandler an Torwart Robin Zentner. Filip Kostic wagte einen Schuss aus 35 Metern, der Ball flatterte durch die Luft, Zentner hatte einige Mühe.

In der 35. Minute dann das längst verdiente 1:0. Es war wie so oft in den letzten Wochen ein wunderbar herausgespielter Treffer. Hasebe hatte den Ball in der eigenen Hälfte erobert. Über Rode kam der Ball zu Rafael Borré, der sich gegen Alexander Hack durchsetzte und alleine vor dem Tor die Nerven behielt und den Ball noch quer legte zu Lindström. Der Däne hatte keine Mühe ins verlassene Tor abzuschließen.

Jubel nach dem 1:0 gegen Mainz 05 von Frankfurts Jesper Lindström. Foto: René Vigneron
Jubel nach dem 1:0 gegen Mainz 05 von Frankfurts Jesper Lindström. (© René Vigneron)
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Auch die zweite Halbzeit gehörte mehrheitlich der Eintracht, auch wenn den Mainzern nun anzumerken war, dass sie mehr nach vorne machen wollten. Aber zu wirklichen Chancen kamen sie nicht, denn die Abwehr der Gastgeber stand bombensicher. Auf der anderen Seite gab es noch ein paar Gelegenheiten. Die beste, als der für den ausgepumpten Rode eingewechselte Ajdin Hrustic aus 25 Metern in der 61. Minute die Latte traf. Die Frankfurter waren körperlich am Ende, das konnte man sehen. Aber sie kämpften leidenschaftlich um jeden Ball. Das Publikum war begeistert, auch wenn die Frankfurter nun nicht mehr wirklich Fußball spielten, sondern nur noch Fußball arbeiteten.

Trainer Glasner versuchte so viel frische Kräfte reinzubringen, wie nur möglich. Nach Hrustic kamen noch Ragnar Ache, Stefan Ilsanker und Goncalo Paciencia. Die Mainzer hatten sogar fünfmal gewechselt. So richtig Druck aufbauen aber konnten sie nicht. Bei einem Weitschuss von Stach parierte Trapp ebenso glänzend, wie bei einer Chance von Boetius. Die besseren Chancen hatte bei ihren Kontern weiter die Eintracht. Und deshalb brachte sie den Sieg auch verdient über die Zeit.

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Von Peppi Schmitt