Eintracht gewinnt zum Saisonauftakt mit 2:0 in Freiburg

aus Eintracht Frankfurt

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Torschütze Nicolai Müller (l.) von Frankfurt und Mike Frantz (r.) von Freiburg kämpfen um den Ball. Foto: dpa

Nach den Blamagen im Supercup und Pokal gewinnt Eintracht Frankfurt überraschend und verdient den Saisonauftakt beim SC Freiburg mit 2:0. Müller und Haller erzielten die Tore...

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FREIBURG. Das ist nach den letzten Wochen eine echte Überraschung: Die Frankfurter Eintracht hat nach der Niederlage im Supercup und dem Pokalaus von Ulm das erste Bundesligaspiel gewonnen. Beim SC Freiburg siegten die Hessen ein wenig glücklich, aber sicher nicht unverdient mit 2:0 (1:0). Nicolai Müller und Sébastien Haller waren die Torschützen. Nach dem zweiten Tor gab es heftige Reaktionen des Publikums, weil eine Unsportlichkeit vorausgegangen sein soll. Es war um einen Einwurf von Jetro Willems gegangen. Für Trainer Adi Hütter und die Eintracht waren die drei Punkte eine echte Befreiung.

Der frühere Trainer Niko Kovac hielt pro Spiel bei der Aufstellung meist eine Überraschung parat. Da wurde er von seinem Nachfolger weit übertroffen. Adi Hütter schickte ein komplett neues Team aufs Feld, eine Mannschaft, die so noch nie gespielt hatte, nicht mal in Ansätzen. Auf Ante Rebic, David Abraham (beide verletzt) und Makoto Hasebe (krank) musste er verzichten, auf andere wie Jonathan de Guzman, Marco Russ, Filip Kostic oder Luka Jovic verzichtete er freiwillig. Und selbst auf der Bank gab es noch eine Überraschung, statt Felix Wiedwald war Jan Zimmermann der zweite Torwart. Wie neu die neue Eintracht war zeigt: Von der Pokalsiegermannschaft vom 19.Mai standen mit Willems, da Costa und Salcedo nur noch drei Mann auf dem Feld. Dafür mit Frederik Rönnow, Evan Ndicka und Lucas Torró drei Bundesliga-Debütanten.

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Gastgeber agieren nervös

Der Anfang verhieß für die Frankfurter nichts Gutes. Freiburg machte Druck, beherrschte das Spiel und hatte in der 6. Minute eine sogenannte „Hundertprozentige“. Nach einem Weitschuss von Pascal Stenzel ließ Rönnow den Ball nach vorne abprallen, doch Nils Petersen brachte den Nachschuss aus fünf Metern nicht am Torwart vorbei. Vier Minuten später fiel das erste Tor auf der anderen Seite, Carlos Salcedo spielte einen Pass nach vorne, Sébastien Haller verlängerte direkt und Nicolai Müller war völlig frei. Der Neue schoss flach ins lange Eck und hielt bei Jubel dann ein Trikot des am Knie operierten Timmy Chandler hoch. Der Treffer verlieh der Eintracht Sicherheit und setzte die Freiburger, die auf ihren erkrankten Trainer Christian Streich verzichten mussten, noch mehr unter Druck. Das bekam den Gastgebern gar nicht, sie wirkten ungewöhnlich nervös und kamen bis zur Pause nur zu einer einzigen weiteren Möglichkeit. Nach einem Freistoß von Christian Günther köpfte Nationalspieler Petersen knapp vorbei.

Immer wenn die Frankfurter nach vorne spielten, hatten sie gute Szenen. Die linke Seite mit Jetro Willems und Taleb Tawatha, die ihre Positionen einige Male wechselten, funktionierte gut. Willems brachte nach 38 Minuten auch Mijat Gacinovic in Schussposition, der Ball ging knapp vorbei.

Entscheidung durch Haller

Nach der Pause hatten die Freiburger die besseren Gelegenheiten, Niederlechner schoss frei übers Tor und traf dann kurz darauf doch. Doch zuvor hatte er sich richtig dumm angestellt und war ins Abseits gelaufen. Die Eintracht verteidigte solide, machte aber ein bisschen wenig nach vorne. Salcedo holte sich wegen „Meckerns“ die gelbe Karte. Und dann hatte Petersen seine dritte Chance. Sein fantastischer Volleyschuss flog knapp drüber. Die Eintracht ihrerseits brauchte bis zur 73.Minute ehe durch Gacinovic mal wieder eine Torannäherung gelang. Da hatte Trainer Hütter schon reagiert und zunächst Kostic für Tawatha und dann de Guzman für Müller gebracht.

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Und dann fiel das 0:2 und die Emotionen kochten hoch. Die Freiburger dachten, Willems würde ihnen den Ball fair zuwerfen. Er tat es nicht, die Eintracht spielte den Angriff durch und Haller traf in der 81.Minute.

Von Peppi Schmitt