Eintracht Frankfurt: Trapp soll, Jovic wird bleiben

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Klares Bekenntnis von Luka Jovic: Schaut her, ich bin ein Eintrachtler. Foto: dpa

Torhüter Kevin Trapp kann sich eine Zukunft in Frankfurt vorstellen, bei Stürmer Luka Jovic stehen die Zeichen auf Verbleib.

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FRANKFURT. Nach den Siegen gegen Olympique Marseille und Lazio Rom geht die Frankfurter Eintracht im Europa-League-Heimspiel am Donnerstag (21 Uhr) gegen Apollon Limassol zum ersten Mal als Favorit ins Spiel. Ein weiterer Sieg und die Tür zur K.o.-Runde im neuen Jahr würde sperrangelweit offenstehen. „Das Umfeld soll die Euphorie mitnehmen, wir müssen bescheiden bleiben“, sagt Manager Bruno Hübner, „wir werden dem Gegner großen Respekt entgegenbringen und mit großer Ernsthaftigkeit ins Spiel gehen“. Die Fans planen derweil schon das nächste Fußballfest. Die Arena ist mit 48.000 Zuschauern ausverkauft, es wird erneut eine große Choreografie vorbereitet. „In Frankfurt ist Europa-League wie Champions-League“, sagt Torhüter Kevin Trapp.

Keeper kann sich Zukunft bei Eintracht durchaus vorstellen

Mit Paris St. Germain hat Trapp in der vergangenen Saison in der „Königsklasse“ gespielt, er weiß also, von was er spricht. Seine Zukunft kann sich der 28 Jahre alte Nationalspieler durchaus bei der Eintracht vorstellen. Aktuell ist er nur bis zum Saisonende ausgeliehen. Laut Manager Hübner gibt es „Gedankenspiele“, die Zusammenarbeit langfristig fortzusetzen. Detaillierte Gespräche hat es mit den Franzosen aktuell noch nicht gegeben, „denn dann würden ja die Preise gleich hochgehen“.

Die gesamte Personalpolitik wird in diesen Tagen und Wochen auf Sparflamme gekocht. Weitere Neuzugänge im Winter sind nicht geplant, „es sei denn, wir machen wider Erwarten noch eine Schwachstelle aus“. Ergänzt wird der Kader in den nächsten Wochen mit Timmy Chandler, Carlos Salcedo, Chico Geraldes und Gonzalo Paciencia, die nach Verletzungen zurückkehren werden. Intern aber werden nach und nach Personalien geklärt. Dass die Kaufoption bei Luka Jovic gegenüber Benfica Lissabon gezogen werden wird, das hatte Sportvorstand Fredi Bobic ja schon vor zwei Wochen gesagt. „Es ist alles geklärt“, bekräftigt Hübner, „wir können das jederzeit machen“. Die Höhe der Ablösesumme, angeblich zwischen acht und zwölf Millionen Euro, behält die Eintracht für sich. Auch zu Gerüchten, dass Benfica an einem Weiterverkauf beteiligt wäre, schweigen die Frankfurter. „Nur so viel: Es sind deutlich weniger als zwölf Millionen Euro. Ich denke, wir haben letztes Jahr einen guten Vertrag ausgehandelt“, so Hübner.

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Trapp soll also bleiben, Jovic wird bleiben, zumindest Stand jetzt. Und auch die Routiniers Makoto Hasebe (34) und Marco Russ (33) werden weiter für die Eintracht spielen. „Beide Seiten haben signalisiert, die Zusammenarbeit fortsetzen zu wollen“, sagt Hübner. In Zeiten des Erfolgs geht bei den Frankfurtern vieles leicht von der Hand. Die Verantwortlichen schwanken derweil noch ein wenig zwischen berechtigtem Stolz auf das Erreichte und ebenso angebrachter Demut vor den kommenden Aufgaben. „Man braucht Spielglück, auch mal den richtigen Gegner zum richtigen Zeitpunkt“, mahnt Hübner, die Erwartungen nicht zu hoch zu schrauben. Das grundsätzliche Ziel bleibe unverändert, „ein fester Bestandteil der Bundesliga zu sein“. Nach der nächsten Länderspielpause im November würden sich Sportchef Bobic, Manager Hübner und Trainer Hütter wieder zusammensetzen, um über weitere Perspektiven zu beraten. Aktuell sei der gute Tabellenstand national wie international „nur ein bisschen mehr als eine Momentaufnahme“.

Von Peppi Schmitt