Eintracht Frankfurt schlägt Paderborn knapp mit 3:2

aus Eintracht Frankfurt

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Frankfurts Sebastian Rode (r.) kommt gegen Marlon Ritter (Paderborn) zu spät.  Foto: dpa

Eintracht Frankfurt hat eine ordentliche Spielzeit mit einem 3:2 gegen Paderborn beendet. Zum Abschluss der Saison boten beide Teams eine torreiche Partie.

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FRANKFURT. 45 Punkte, Platz neun – mit dem hochverdienten 3:2 (2:0)-Sieg gegen den SC Paderborn ist eine ordentliche Saison für die Frankfurter Eintracht im Mittelfeld der Liga zu Ende gegangen. Sebastian Rode, André Silva und Bas Dost erzielten die Tore zum 3:0 für die Frankfurter in einem flotten, aber nicht wirklich hochklassigen Spiel. Für den Absteiger aus Paderborn trafen Mohamed Dräger und Sven Michel. Dieses Abschlussspiel hatte schon etwas von Sommerfußball. Das war aber in Anbetracht der drückenden Schwüle in der Arena und der geringen Bedeutung des Spiels für die Tabelle auch nicht anders zu erwarten. Immerhin können die Frankfurter nun mit einem guten Gefühl in die vierwöchige Urlaubspause gehen.

Die Paderborner hatten so gespielt wie die gesamte Saison. Durchaus gefällig, auch mutig nach vorne. Aber es fehlte eben doch immer etwas. Mal hinten die Zweikampfstärke, mal vorne die Entschlossenheit. Und so reichte der Eintracht eine durchschnittliche Leistung, um schon früh auf die Siegerstraße zu kommen. Schon in der vierten Minute hätte Silva treffen können, Danny da Costa hatte vorbereitet. Doch der Ball flog knapp vorbei In der 9.Minute klappte es dann besser. Daichi Kamada hatte einen Ball übers ganze Feld von rechts nach links gespielt, genau auf Filip Kostic. Nach dessen Flanke behinderten sich die Paderborner Abdelhamid Sabiri und Laurent Jans gegenseitig, prallte in einem Luftduell zusammen. Der Ball kullerte zu Rode und der vollendet aus 18 Metern mit einem fein ins Eck gezirkelten Schuss.

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Paderborn im Strafraum harmlos

Danach spielten die als Absteiger schon einige Wochen feststehenden Gäste schön mit, kamen vor allem über die linke Frankfurter Abwehrseite immer mal wieder durch. Doch im Strafraum waren sie einfach zu harmlos. Bei der besten Gelegenheit schoss Sabiri am langen Eck vorbei. Die Eintracht machte das nach 32 Minuten besser. Es war ein tolles Tor zum 2:0. Am rechten Flügel spielten Da Costa und Kamada einen schönen Doppelpass. Da Costa passte den Ball von der Grundlinie noch einmal zurück und Silva hatte wenig Mühe aus einem Meter den Ball über die Linie zu schubsen. Es war das 12. Saisontor für den Portugiesen.

Das muntere Spielchen ging auch in der zweiten so weiter. Die Teams begegneten sich auf Augenhöhe, die Eintracht war aber individuell besser besetzt und behielt die Kontrolle. Spannend zu beobachten war der Paderborner Trainer Steffen Baumgart, der sich so ehrgeizig präsentierte, als könne sein Team sich noch vor dem Abstieg retten. Das eine oder andere Mal tauchte er sogar in der Coaching-Zone seines Frankfurter Kollegen auf. Baumgart konnte allerdings nicht verhindern, dass die Eintracht den dritten Treffer nachlegte. Rode und Kohr hatten sich wieder einmal rechts durchgespielt, den Rückpass von Kohr schoss Bas Dost trocken aus elf Metern ein. Es war der siebte Saisontreffer des Holländers.

Am Ende reicht es knapp

Drei Minuten später aber konterten die Gäste tatsächlich einmal erfolgreich, Trapp konnte gerade noch gegen Sabiri retten, gegen den Nachschuss von Mohamed Dräger aber war er machtlos, nur noch 3:1. In der 75. Minute war das Spiel dann war gekippt. Der eingewechselte Sow verlor dilettantisch den Ball, Sven Michel zog alleine davon und hatte keine Mühe gegen Trapp den Anschlusstreffer zu erzielen. Der Frankfurter Torwart war stinksauer über das Abwehrverhalten seiner Mannschaft und das zu recht. Aber wenigstens reichte es am Ende zum Sieg. Es war aber so knapp, dass der Trainer Marco Russ nicht die geplante Abschiedsminuten geben konnte.

Von Peppi Schmitt