Andreas Möller kehrt zur Eintracht zurück

aus Eintracht Frankfurt

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Der Neue in der Mitte: Andreas Möller zwischen Fredi Bobic (l.) und Peter Fischer.  Foto: Eintracht Frankfurt

Eintracht Frankfurt hat den früheren Nationalspieler und gebürtigen Frankfurter Andreas Möller zum Leiter des vereinseigenen Nachwuchsleistungszentrums ernannt.

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FRANKFURT. Andreas Möller ist ab sofort Nachfolger von Armin Kraaz als Leiter des Nachwuchsleistungszentrums (NLZ) der Frankfurter Eintracht. Das gab der Klub am Samstag bekannt. Sportvorstand Fredi Bobic hat sich also von den teilweise heftigen Protesten aus Kreisen der Fans nicht beirren lassen und seinen Willen durchgesetzt. „Mit Andreas Möller holen wir nicht nur einen der erfolgreichsten Fußballer Deutschlands zu uns, sondern einen erwiesenen Fachmann“, sagte Bobic, „dass es uns gelungen ist, ihn zu gewinnen, wird dem Verein guttun. Andy ist national und international hoch angesehen und gut vernetzt“.

Die Fans reagierten prompt. Im gesamten Stadion hingen Plakate mit Möllers Konterfei und der Zeile: „Persona non grata“, also „unerwünschte Person“. Und in der Fankurve hing ein riesiges Plakat: „Mit Andy Möller haben wir keine Verbindung, mit Verrätern haben wir nichts zu tun“

Nach all den Streitigkeiten der letzten Wochen, hat Bobic die Entscheidung nun mit fachlichen Argumenten untermauert. Möller verkörpere wie kaum ein anderer „die erklärte neue Schwerpunktsetzung im deutschen Nachwuchsfußball auf individuelle spielerische Klasse und Tempofußball.“ Im Eintracht-Nachwuchs solle darauf in Zukunft ein besonderes Augenmerk gelegt werden.

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Möller hat zunächst einen Vertrag bis Sommer 2022 unterschrieben und wird an diesem Montag seine Arbeit am Riederwald aufnehmen. „Die Entwicklung der Eintracht in den vergangenen Jahren ist in allen Bereichen beachtlich“, sagte der Welt-und Europameister, „ich hatte die Gelegenheit, viele wertvolle Erfahrungen im Bereich des Spitzen- und Nachwuchsfußballs zu sammeln, die ich nun gerne einbringen möchte.“ Möller hat zwischen 2015 und 2017 als Co-Trainer von Bernd Storck bei der ungarischen Nationalmannschaft gearbeitet, war in diesem Zeitraum für die Betreuung der ungarischen U17 und U19 verantwortlich und hatte die Aufgabe, neue Strukturen im Nachwuchsbereich, dem Scoutingsystem und der Trainerausbildung zu schaffen.

Angestellt ist der ehemalige Eintracht-Profi beim Verein und nicht der AG. „Wir sind uns alle einig, dass im NLZ neue Akzente gesetzt werden müssen“, sagte Präsident Peter Fischer, „ vor allem wollen wir mehr Toptalente aus der Region für Eintracht Frankfurt gewinnen.“ Möller werde in ein „neu strukturiertes Team eingebettet sein“.

Von Peppi Schmitt