Handelfmeter entscheidet ersten Akt

Rund 400 Zuschauer verfolgen das Relegationsspiel zwischen dem TSV Stockheim und dem BV Rinderbügen (links und rechts die Stockheimer Jakob Rossmanith und Christian Nickel, in der Mitte Isam Tit), das der TSV mit 1:0 für sich entscheiden kann. Foto: sen

TSV Stockheim: 1; BV Rinderbügen: 0. Ein Handelfmeter entscheidet das erste Spiel in der Dreierrelegation um den Startplatz in der Fußball-Kreisliga A Büdingen.

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STOCKHEIM. TSV Stockheim: 1; BV Rinderbügen: 0. Ein Handelfmeter entschied das erste Spiel in der Dreierrelegation um den Startplatz in der Fußball-Kreisliga A Büdingen. Das war bezeichnend für ein Spiel, das mehr von Kampf als schönen Spielszenen geprägt war.

TSV Stockheim - BV Rinderbügen 1:0

Beide Mannschaften spielten zunächst abwartend. Außerdem prägten viele Fouls und Spielunterbrechungen die Partie; die erste von acht gelben Karten gab es bereits in der 4. Minute. Besonders der TSV stellte seine Anhänger in der ersten Hälfte auf die Probe. Stockheim stand tief, lauerte offenbar auf Konter. Doch das Mittelfeld fand nicht statt, und wenn mal ein TSV-Spieler in die gegnerische Hälfte vorpreschte, sah er sich alleine der BV-Abwehr gegenüber.

Der BVR fand zunehmend besser ins Spiel. Beim ersten Warnschuss nach einem Einwurf von Ali Amer verzog Mohamad Al Nassar Al Masri (14.). Zum Ende der ersten Halbzeit hin deutete die Rinderbügener Offensive an, warum sie in der Kreisliga B für 100 Treffer gut war: Nach einer halben Stunde lauerte Thomas Wilke am Sechzehner, doch Torwart Frederick Weiser hielt. Bei der folgenden Ecke kam es zur ersten Aufreger-Szene des Spiels: nach einer Ecke köpfte Amer ins Tor ein. Schiedsrichter Steffen Maaß (Bruchköbel) sah jedoch ein vorangehendes Foulspiel und ließ den Treffer nicht gelten. Nur zwei Minuten später eine weitere BV-Großchance: nach einem Freistoß von Deckenbach köpfte Amer den Ball an die Latte. Der Halbzeitpfiff gab dem TSV eine Atempause.

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Nach der Pause präsentierte sich Stockheim offensiver. Auch Rinderbügen startete weiter Angriffe, erspielte sich jedoch nicht mehr so zwingende Torchancen. Der eingewechslte Thomas Vogt hatte in der 49. Minute die erste gute Gelegenheit für den TSV - er schoss jedoch freistehend vor Daniel Löbl am Tor vorbei. Die beste Rinderbügener Chance nach der Pause ergab sich in der 68. Minute - nach einem Wilke-Schuss kratzte ein TSV-Verteidiger den Ball noch von der Linie. Zehn Minuten später starteten die Stockheimer einen Angriff über die linke Seite. Beim Abwehrversuch von Isam Tit erkannte Referee Maaß auf Handspiel, was nach dem Spiel für viel Diskussionsstoff sorgte. Nils Köcher vollstreckte zum 1:0. Den Rinderbügenern gelang es nicht, noch mal genügend Druck auszuüben, um die Platzherren noch ernsthaft in Gefahr zu bringen. In der 91. Minute fand auch ein Treffer von Stockheims Yoan Michon keine Anerkennung - hier erkannte das Schiedsrichterteam auf Abseits.

Als Verliererteam spielt der BV Rinderbügen als nächstes gegen den FC Germania Ortenberg II. Die Stockheimer treffen am Donnerstag auf die Germania-Reserve.

TSV Stockheim: Frederick Weiser (Tor), Florian Link, Sven Scholz, Fabio Bitsch, Christopher Liebegott, Janosch Matuszewski (Christian Weber, 68.), Christian Nickel (Thomas Vogt, 46.), Rüdiger Henning, Nils Koecher, Jakob Rossmanith (Yoan Michon, 61.), Thomas Dengs

BV Rinderbügen: Daniel Löbl (Tor), Kevin Fischer, Iraj Poorhoseyni, Isam Tit, Mohamad Al Nassar Al Masri, Ali Amer, Brahim Fellous, Wajdi Hasan (Vadim Knoll, 68.), Thomas Wilke, Klaus Deckenbach, Mohammed Alsalih Alsleman (Mario Möhring, 6.).

Tor: 1:0 Köcher (Handelfmeter, 79.). - Schiedsrichter: Steffen Maaß (Bruchköbel). - Zuschauer: 405.

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Stimmen zum Spiel

Rüdiger Henning (Spielertrainer TSV Stockheim): "Ich bin erleichtert, dass wir das Relegationsspiel gewonnen haben. Sicher haben wir in den Ligaspielen davor besseren Fußball gespielt. Nach der Pause haben wir kurz umgestellt und steigerten uns etwas. In die nächste Partie müssen wir frisch, fromm, und fröhlich gehen und nicht zu viele Gedanken machen - das war heute das Problem".

Klaus Deckenbach (Spielertrainer BV Rinderbügen): "Ein 0:0 wäre hier richtig gewesen. Beim Elfmeter hat Tit den Ball mit dem Bauch erwischt. Auch der Treffer von Amer, ein Bombenkopfball, hätte gelten sollen. Ich bin mit meiner Mannschaft absolut zufrieden. Sie hat überragend gekämpft, selbst wenn spielerisch nicht die beste Kost geboten wurde."