Von wegen "beleidigte Leberwurst": Pfalz-Geschenk für Melnyk

aus Krieg in der Ukraine

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Andrij Melnyk, Botschafter der Ukraine in Deutschland, mag offenbar Leberwurst. Fotos: dpa

Auf die Pfälzer Leberwurst lässt Walter Adam nichts kommen: Nach den scharfen Worten des ukrainischen Botschafters macht ein Metzger aus Herxheim dem Staatsmann ein Angebot.

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HERXHEIM/BERLIN. Eines möchte Andrij Melnyk bei all der Aufregung um seine Wortwahl klarstellen: "Ich mag Leberwurst", twitterte der ukrainische Botschafter vor einigen Tagen. Ausgangspunkt war Melnyks Aussage, Bundeskanzler Scholz sei eine "beleidigte Leberwurst", nachdem dieser mitteilte, erstmal nicht nach Kiew zu reisen. Schließlich wurde zuvor der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier von einem geplanten Kiew-Besuch ausgeladen.

In einem Artikel der Rheinpfalz richtete sich der Herxheimer Metzgermeister Walter Adam dann an Melnyk. Sinngemäß: Bei uns in der Pfalz, da kann Leberwurst gar nicht beleidigt sein. Und prompt schickte Adam dem Botschafter noch ein Angebot mit nach Berlin. Nur dass der ukrainische Staatsmann davon etwas mitbekommen, geschweige denn darauf eingehen würde, damit rechnete der Pfälzer nicht. Melnyks Antwort auf Twitter: "Lieber Metzgermeister Walter Adam aus Herxheim! Meine Frau und ich freuen uns so sehr auf Ihre hausgemachte Pfälzer Leberwurst. Lecker, lecker."

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Auch der SWR griff die deutsch-ukrainische Leberwurstbeziehung auf, besuchte Metzger Adam und begleitete die "Grüße aus der Pfalz". Die diplomatischen Verhältnisse scheint die deutsche Leberwurst so jedenfalls doch noch zu fördern. Oder wie es Walter Adam ganz pragmatisch ausdrückt: "Okay, wenn der junge Mann die Leberwurst wirklich mag, dann kriegt er von mir ein Paket mit Leberwurst. Warum denn nicht?" Wenn Politik doch immer so unkompliziert wäre.

Aktuelle News zum Krieg in der Ukraine finden Sie in unserem Ukraine-Blog.

Von Max Schirp