Live zu Corona: Kontaktbeschränkungen gelten weiter

aus Coronavirus-Pandemie

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Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Foto: Sascha Kopp

Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Bildungsministerin Stefanie Hubig stellten am Mittwoch das neue Programm vor, wie es in Rheinland-Pfalz in der Corona-Krise weitergeht.

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MAINZ. Nach Wochen der Kontaktbeschränkungen haben Bund und Länder am Mittwoch das weitere Vorgehen in der Corona-Krise beschlossen. Die Länderregierungschefs haben mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) besprochen, dass die bisherigen Kontaktsperren bis zum 3. Mai unverändert bestehen bleiben. Das stellten die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Bildungsministerin Stefanie Hubig (beide SPD) auf einer Pressekonferenz vor.

Zur Einigung gehören

- ein striktes Verbot von Großveranstaltungen bis zum 31. August, - eine Öffnung von Läden mit Verkaufsflächen bis zu 800 Quadratmetern ab 20. April, unabhängig von der Größe auch Buchhandlungen, Autohandlungen, Fahrradhändler, - eine schrittweise Öffnung der Schulen in Rheinland-Pfalz ab 4. Mai, - die Fortsetzung der Schließung von Kindergärten und Kitas mit einer erweiterten Notbetreuung.

Die Schulen in Rheinland-Pfalz bleiben wegen der Corona-Krise auch nach den Osterferien dicht. Es solle weiter eine Notbetreuung geben, sagte Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD). Ab dem 27. April sollen dann erste Schüler wieder in die Schulen gehen, am 4. Mai sollen dann weitere Schülergruppen folgen.

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Geregelt waren die Auflagen bislang in der Dritten Corona-Bekämpfungsverordnung Rheinland-Pfalz vom 23. März mit Gültigkeit bis zum 19. April. Sie schrieb etwa vor, dass alle regulären Schulveranstaltungen entfallen, dass Restaurants, Cafés, Eisdielen, Theater oder Tierparks geschlossen bleiben müssen oder dass sich die Menschen im öffentlichen Raum nur alleine oder mit einer weiteren nicht im gleichen Haushalt lebenden Person aufhalten dürfen.

Auch eingeschränkte Besuchsrechte für Krankenhäuser, Pflege- und Behinderteneinrichtungen waren dort festgehalten. Letzteres war später verschärft worden, ein Betretungs- und Besuchsverbot für Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser wurde erlassen.

Die Debatte um Lockerungen bei den Auflagen hatte zuletzt angesichts sinkender Zahlen an neu mit dem Coronavirus infizierten Menschen Fahrt aufgenommen. Zuletzt hatten Experten der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina für einen "realistischen" Zeitplan zurück zur Normalität plädiert.

In Rheinland-Pfalz stieg die Zahl der mit dem Erreger Sars-CoV-2 infizierten Menschen bis Mittwoch auf 5032 (Stand: 10.00 Uhr). Gestorben sind im Land an der Lungenkrankheit Covid-19 bisher 83 Menschen. 2790 Infizierte gelten als genesen. Dreyer hatte vor der Schalte mit Merkel und den Länderchefs betont, es dürfe keine Maßnahmen geben, die die Kapazität des Gesundheitssystems überforderten.

Sehen Sie die Aufzeichnung der Pressekonferenz.

Wir haben die Pressekonferenz in Kooperation mit dem SWR übertragen. Nutzen Sie den Play-Button, um den Stream zu starten. Auch eine Wiedergabe im Vollbildmodus ist möglich.

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Von red