In Berstadt 25 Jungjäger ernannt

Mit einem Ritual werden diejenigen, die den Jagdschein bestehen, in die Reihen aufgenommen. Es ist ein Versprechen, in Zukunft nach der Waidgerechtigkeit zu jagen. Jüngst war...

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BERSTADT. Gelebte Tradition - das war das Motto des Jägerschlags in Berstadt am 13. August. Es ist das Versprechen, in Zukunft anständig nach den Regeln der Waidgerechtigkeit zu jagen. 25 Jungjäger konnte die Jagd- und Naturschule auf diesem Wege in die Reihen der Jägerschaft aufnehmen. "Corona hat uns dieses Stück Tradition leider im vergangenen Jahr und auch im neuen Halbjahr unmöglich gemacht. Aber es gehört eben dazu und vor allem wollen wir unseren Schülern mit auf den Weg geben, dass es so etwas wie Jägerehre gibt, die Hand in Hand mit der Waidgerechtigkeit geht", erklärt Sven Steinrück von der Jagd- und Naturschule Hessen.

Im Glaspalast fand dieses Stück gelebte Tradition statt. Für Speis' und Trank war reichhaltig gesorgt - natürlich stand auch Wild auf dem Menüplan. Viele kamen in Begleitung ihrer Ehefrauen und Kinder, um dieses einmalige Ereignis im Leben eines jeden Jägers zu begleiten. Jeder neue Jäger - der nach bestandener Prüfung für die nächsten drei Jahre als Jungjäger gilt - musste niederknien. Dann erfolgte der Schlag zum Jäger, in dem er dreimal an der Schulter mit einem Hirschfänger - einer traditionellen blanken Jagdwaffe - an der Schulter berührt wurde. Dabei wird folgende Formel gesprochen: "Der erste Schlag soll Dich zum Jäger weih`n, der zweite Schlag soll Dir die Kraft verleih`n, zu üben stets das Rechte. Der dritte Schlag soll Dich verpflichten, nie auf die Jägerehre zu verzichten."

Danach erhoben sich die Jungjäger, tranken einen Schnaps oder eine alkoholfreie Alternative, und wurden von den Anwesenden mit einem dreifachen "Horrido Joho" im Kreis der Jäger willkommen geheißen. "Auch wenn viele dieses Stück Tradition nicht mehr durchführen, so denken wir doch, dass es zum Jäger dazu gehört, auch auf die überlieferten Traditionen zu achten. Denn sie stehen für Kameradschaft, Treue, Achtung vor dem Leben, Gemeinschaft, Toleranz und noch vieles mehr", sagte Sven Steinrück abschließend nach der Zeremonie.