Feuerwehr Nidda für die Zukunft gut aufgestellt

Die beförderten Kameraden mit den Gästen der Versammlung und der Vereinführung. Foto: FFW Nidda

Die Freiwillige Feuerwehr Nidda hat im vergangenen Jahr 93 Einsätze gemeistert, darunter 30 Brandeinsätze und 45 Hilfeleistungen.

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. Nidda (red). Die Freiwillige Feuerwehr Nidda hat im vergangenen Jahr 93 Einsätze gemeistert, darunter 30 Brandeinsätze und 45 Hilfeleistungen. Das berichtete Wehrführer Jörg Riddel während der Jahreshauptversammlung, die noch vor dem Verbot solcher Veranstaltungen wegen der Corona-Pandemie stattfand.

Das Einsatzspektrum erstreckte sich laut Riddel von Kleinbränden über Verkehrsunfälle, zahlreiche Unwettereinsätze oder Tierrettungen bis hin zu Großbränden. "Dabei wurden 1733 Stunden Gesamteinsatzzeit aufgewendet, das war ein Anstieg von rund 500 Stunden im Vergleich zum Berichtsjahr 2018", bilanzierte Riddel. Derzeit besteht die Einsatzabteilung aus 65 Mitgliedern, wovon 14 Einsatzkräfte aus Zweitorganisationen stammen. Als Atemschutzgeräteträger sind 28 Kameraden einsetzbar. 32 Einsatzkräfte haben Fortbildungen auf Kreis- oder Landesebene absolviert.

Im Bereich der Ausbildung fanden 85 Aus- und Fortbildungsveranstaltungen statt. In die Unterhaltung des Fuhrparks, der Gerätschaften und des Gebäudes wurden 3425 Arbeitsstunden investiert. Die Wettkampfgruppe erreichte beim Kreisentscheid der Hessischen Feuerwehrleistungsübung in Echzell den siebten Platz.

Weiter berichtete Riddel von der Beschaffung eines Staffellöschfahrzeugs als Ersatz für das Tanklöschfahrzeug aus dem Jahr 1990. Analog zu vorausgegangenen Beschaffungsaktionen erfolgte eine gemeinschaftliche Ausschreibung mit Limeshain, Reichelsheim, Florstadt, Geiß-Nidda und Nidda. Mit der Lieferung vermutlich im kommenden Jahr und dem in diesem Jahr abgeschlossenen Umbau der in die Jahre gekommenen Räume im Stützpunkt sei die Wehr für die Zukunft gut aufgestellt, sagte Riddel.

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Jugendfeuerwehrwart Jann-Eric Holland berichtete von 40 Übungs- und Unterrichtsabenden, drei Wettbewerben, vier Abnahmen von Jugendfeuerwehrabzeichen, dem Wandertag und der Weihnachtsfeier. Stolz war man auf die Teilnahme einer Gruppe am Oberhessen Challenge Lauf. Neben der Jugendalarmübung zusammen mit der Kinderfeuerwehr fand noch eine 24-Stunden-Übung statt, bei der verschiedene Einsätze gemeistert und auch die Verpflegung, sowie die Gerätewartung selbst organisiert werden mussten. Beim Leistungsmarsch in Ober-Widdersheim belegt man den dritten Platz. Es wurden insgesamt 2650 Stunden von 14 Jugendlichen absolviert.

Kinderfeuerwehrbetreuerin Silvia Burg-Leiß berichtete, dass aktuell zwölf Kinder Mitglied bei den Niddaer "Feueradlern" sind. Insgesamt wurde 30 Stunden mit den Kindern gearbeitet und ein Wettbewerb besucht. Burg-Leiß dankte allen Helfern sowie den Mitbetreuern Marcello Laverio und Franziska Kessel. Vorsitzender Ernst-Ludwig Kessel verwies in seinem Jahresbericht auf stabile Mitgliederzahlen. 307 Personen gehören dem Verein an. Er ließ die Veranstaltungen des vergangenen Jahres noch einmal Revue passieren. Einer der Höhepunkte war die Weihe des neuen Einsatzleitwagens ELW1 während der Brandschutzwoche. Vom Erlös des Feuerwehrballes sowie der Sammelaktion konnten neben Gerätschaften und Dienstbekleidung noch Laptops, Bildschirme und Drucker für die Anzeige und den Ausdruck von Alarmmeldungen beschafft werden. Ferner wurden weitere Ausrüstung für die Kinder- und Jugendfeuerwehr sowie Ergänzungen zum Hochwasserschutz und mehrere Geräte wie Trennschleifer finanziert. Kessel danke auch der "Museumsmannschaft" um Bernd Haas und Marc-Andre Holland für die zahlreichen Aktivitäten des Feuerwehr-Museums. Das Prunkstück, ein Leichtes Löschgruppenfahrzeug Baujahr 1941, war allerdings fast ganzjährig außer Gefecht und müsste sich umfangreichen Reparaturen unterziehen. Rechner Thorsten Blum berichtete von einer soliden Kassenlage.

Folgende Kameradinnen und Kameraden wurden befördert: Patrick Wolski und Normen Kurz zum Feuerwehrmann, Marc Andre Holland zum Oberfeuerwehrmann, Anja Störkel zur Hauptfeuerwehrfrau, Kay Michel zum Hauptlöschmeister und Steffen Leiß zum Brandmeister.

Erste Stadträtin Adelheid Spruck betonte die Bedeutung der Kinder- und Jugendarbeit in den Feuerwehren. Sie dankte den Einsatzkräften für die geleistete Arbeit bei den Einsätzen und Fortbildungsveranstaltungen. Dem Feuerwehrverein dankte sie für die Investitionen in Geräte und Ausbildung, was die städtische Kasse spürbar entlaste. Kreisbrandmeister Leon Gierhard bescheinigte den Einsatzkräften ein hohes Ausbildungsniveau. In seiner Eigenschaft als baubegleitender Architekt zeigte er sich zuversichtlich, dass die laufenden Baumaßnahmen im Feuerwehrstützpunkt termingerecht abgeschlossen werden können.