Lkw-Belastung in Himbach Thema im Limeshainer Parlament

Eigentlich sollte das hohe Lkw-Aufkommen in Himbachs Ortsdurchfahrt mit der Beschilderung an der Autobahn ein Ende finden – tat es aber nicht. Nun kam das Thema ins Parlament.

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HIMBACH. (asl). Die Beschwerden der Bürger über schwere Lkw, die durch die enge Himbacher Ortsdurchfahrt fahren, lassen nicht nach. Auch bei der Sitzung der Gemeindevertreter in der Limeshalle meldete sich ein Bürger zu Wort und fragte nach, ob und was die Gemeinde dagegen unternehme.

Bürgermeister Adolf Ludwig teilte mit, dass er bereits mehrfach Gespräche mit den zuständigen Behörden geführt und auch ein Durchfahrtsverbot für Lkw über 7,5 Tonnen beantragt habe. „Wir sind auf die Mitarbeit der Behörden angewiesen. Ich kann nur regelmäßig auf eine zügige Bearbeitung hinweisen.“ Obwohl mittlerweile eine entsprechende Beschilderung an der Abfahrt der A45 Lkw-Fahrer darauf hinweise, dass eine Anfahrt des interkommunalen Gewerbegebiets für Lkw über 7,5 Tonnen erlaubt sei, nähmen diese die Schleife durch den Kreisel nach Himbach, weiter durch Eckartshausen und von dort in das Gewerbegebiet. Anfangs sei das verstärkte Lkw-Aufkommen in Himbach mit der Umleitung aufgrund der Straßenbauarbeiten zwischen Calbach und Eckartshausen in Zusammenhang gebracht worden. Diese seien mittlerweile aber beendet. Nun vermutet man, dass die Navigationsgeräte der Lkw eine falsche Wegeführung anzeigten. Hier sei man mit der zuständigen Stelle der Polizei im Gespräch und hofft auf eine rasche Lösung. Er verstehe den Ärger der Bürger, zumal die Himbacher Ortsdurchfahrt im alten Ortskern sehr schmal sei, so Ludwig. Wegen der Corona-Pandemie, dem Lockdown und der Vorweihnachtszeit gebe es verstärkt Online-Bestellungen, mit der Folge, dass mehr Lieferverkehr auf der Straße sei und sich deshalb das Verkehrsaufkommen an manchen Tagen noch erhöhe. Doch die verschiedenen Zuständigkeiten, zumal zwei Landkreise betroffen seien sowie drei Kommunen mit unterschiedlichen Strukturen, mache eine rasche Lösung nicht einfacher.

Verkehrszählung

Auf Nachfrage des Kreis-Anzeigers nach der Sitzung erklärte Ludwig, dass für Limeshain und Hammersbach, die beide weniger als 7500 Einwohner haben, die Verkehrsbehörden der jeweiligen Landkreise zuständig sind, in Limeshain der Wetteraukreis, in Hammersbach der Main-Kinzig-Kreis. Die Autobahnabfahrt liege ebenfalls im Main-Kinzig-Kreis. Da Eckartshausen ein Stadtteil von Büdingen sei und Büdingen mehr Einwohner habe, sei in dem Fall die dortige Verkehrsbehörde zuständig. Außerdem müsse bei dem Antrag an die Straßenverkehrsbehörde des Wetteraukreises, Himbach für Lkw über 7,5 Tonnen zu sperren, bedacht werden, dass Busse, die Müllabfuhr und Lieferanten, etwa für den Dorfladen, durchfahren müssten. Er habe eine Verkehrszählung beantragt, um das Verkehrsaufkommen in Himbach zu überprüfen, sagte Ludwig. Und man habe ihm zugesagt, dass diese stattfinde, wenn die Baumaßnahme zwischen Calbach und Eckartshausen erfolgt sei.