Rückblick: So war 2020 in Oberhessen

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In kommenden Geschichtsbüchern wird dem Jahr 2020 mit Sicherheit allein mindestens ein ganzes Kapitel gewidmet sein. 2020 - das ist kein Jahr, das man rückblickend einfach...

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REGION. In kommenden Geschichtsbüchern wird dem Jahr 2020 mit Sicherheit allein mindestens ein ganzes Kapitel gewidmet sein: Seit drei Generationen hat es einen solchen Einschnitt im Leben eines jeden von uns nicht gegeben. 2020 - das war vielfach Tod, Leid, Schmerz und nicht selten nerven- und kräftezehrend ob der Sorgen, Nöte und Ängste, die die Corona-Pandemie zu uns gebracht hat.

2020 - das ist kein Jahr, das man rückblickend einfach abhakt wie alle anderen zuvor auch. Die Lokalredaktion des Kreis-Anzeigers hat versucht, diesem 2020 gerecht zu werden.

Wir lassen Menschen wie du und ich zu Wort kommen mit ihrem Erlebtem, mit ihren Gefühlen und Empfindungen. Wir haben die wichtigsten Ereignisse in der Region, die mit der Pandemie verbunden waren, zusammengefasst. Und sehr wohl registriert, dass es auch ein Leben mit vielen Ereignissen jenseits des Virus gegeben hat (und gottlob noch gibt).

Harald Weiner erfreut jetzt Seniorinnen und Senioren mit seinem Spiel auf dem Akkordeon. Foto: Linda Ecke
Harald Weiner erfreut jetzt Seniorinnen und Senioren mit seinem Spiel auf dem Akkordeon.
© Linda Ecke
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Zeitreise mit dem Akkordeon

Die Musik begleitet Harald Weiner aus Nidda sein ganzes Leben. Dann stellt Corona alles auf den Kopf - der 59-Jährige hat keine Auftritte, keine Engagements mehr. Mittlerweile lässt er seine Musik im Altenheim erklingen. Und hilft dort in der Pflege.

Diana Störmer sitzt seit neun Jahren im Büdinger Rewe an der Kasse und macht ihren Job gerne, auch wenn es seit Beginn der Corona-Pandemie mehr Fingerspitzengefühl braucht.  Foto: Schinzel
Diana Störmer sitzt seit neun Jahren im Büdinger Rewe an der Kasse und macht ihren Job gerne, auch wenn es seit Beginn der Corona-Pandemie mehr Fingerspitzengefühl braucht.
© Schinzel

Anfangs gab's viel Verständnis

Seit neun Jahren sitzt Diana Störmer im Büdinger Rewe-Markt an der Kasse. Die 44-Jährige erzählt, wie sie die Corona-Pandemie und das veränderte Verhalten der Menschen erlebt.

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„Ich erlebe in der Pflege viel Schönes, was mich mit den Patienten verbindet“, sagt Carmen Kergl.  Foto: Maresch
„Ich erlebe in der Pflege viel Schönes, was mich mit den Patienten verbindet“, sagt Carmen Kergl.
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„Wachsende Angst in den Familien“

Carmen Kergl ist Krankenschwester in der Diakoniestation Hoher Vogelsberg. Im Frühjahr sei der harte Lockdown zum Teil als lästig empfunden worden, sagt sie. Auch im Herbst habe man die Situation zunächst gelassen hingenommen. Aber jetzt spüre sie doch die wachsende Angst in den Familien.

Katja Trunser hat das Corona-Jahr als Leiterin zweier Kindertagesstätten erlebt. Foto: Weil
Katja Trunser hat das Corona-Jahr als Leiterin zweier Kindertagesstätten erlebt.
© Weil

"Felsen werden größer"

Katja Trunser hat das Corona-Jahr als Leiterin zweier Kindertagesstätten in Schotten erlebt. Morgens, auf dem Weg zur Arbeit, war sie oft aufgeregt. Sie sagt aber auch: Die Einschränkungen haben den Blick für das Wesentliche geschärft. Auf das, was es für die Kinder zu erhalten gelte.

Radka Maria Schneider sagt: "Ich versuche, aus jedem Tag das Gute rauszufiltern und mir bewusst zu machen: eine WhatsApp-Botschaft, die mich gefreut hat, ein kurzes Gespräch, das mir was gebracht hat.“ Foto: Maresch
Radka Maria Schneider sagt: "Ich versuche, aus jedem Tag das Gute rauszufiltern und mir bewusst zu machen: eine WhatsApp-Botschaft, die mich gefreut hat, ein kurzes Gespräch, das mir was gebracht hat.“
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"Das Gute rausfiltern"

Wie sind eigentlich Jugendliche wie Radka Maria Schneider aus Ulfa mit der Corona-Krise klargekommen? Sie sagt: "Ich versuche, aus jedem Tag das Gute rauszufiltern und mir bewusst zu machen: eine WhatsApp-Botschaft, die mich gefreut hat, ein kurzes Gespräch, das mir was gebracht hat.“

Seit Mitte Dezember steht das Impfzentrum für den Wetteraukreis im ehemaligen Obi-Markt in Büdingen bereit. Foto: Elsaß
Seit Mitte Dezember steht das Impfzentrum für den Wetteraukreis im ehemaligen Obi-Markt in Büdingen bereit.
© Elsaß

Das Pandemie-Jahr: Von erster Infektion zu erster Impfung

2020 in der Nussschale? Kein Corona, Corona, fast kein Corona, ganz viel Corona... Lockdown im Frühjahr, Lockdown light im Winter, Lockdown kurz vor Weihnachten. Maskenpflicht und Kontaktbeschränkungen. Ausgangssperren. Viele Tote. Und Tausende, die sich infizieren.

Die Ortsumgehung Büches ist eines der größten Straßenbauprojekte der östlichen Wetterau. Foto: Leo
Die Ortsumgehung Büches ist eines der größten Straßenbauprojekte der östlichen Wetterau.
© Leo

2020 - jenseits des Virus

Corona beeinflusste viel in diesem Jahr, aber nicht alles. Ein Rückblick auf eines der größten Straßenbauprojekte der östlichen Wetterau, Zoff um Logistik-Hallen, Bürgermeisterwahlen und, und, und...