Fairtrade: Wetteraukreis sucht Mitstreiter

Der Wetteraukreis will zertifizierter Fairtrade-Landkreis werden. Für dieses Ziel sucht er Einzelhandelsgeschäfte, Cafés, Restaurants, Floristen und öffentliche...

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WETTERAUKREIS. Der Wetteraukreis will zertifizierter Fairtrade-Landkreis werden. Für dieses Ziel sucht er laut dem Kreisbeigeordneten Matthias Walther Einzelhandelsgeschäfte, Cafés, Restaurants, Floristen und öffentliche Einrichtungen, die mindestens zwei Produkte aus fairem Handel verkaufen oder verwenden.

"Viele Akteure gibt es in Bad Nauheim, was daran liegt, dass die Stadt bereits den Titel ,Fairtrade Town' trägt. Unser Wunsch ist, den Fairtrade-Gedanken in die Fläche zu tragen und möglichst in allen 25 Kommunen Mitstreiter zu gewinnen", sagt Walther in einer Pressemitteilung. Das erste Einzelhandelsgeschäft außerhalb Bad Nauheims, das die notwendige Erklärung unterzeichnet hat, sei der Bioladen "Regenbogen" in Friedberg.

"Fairtrade versteht sich ausdrücklich als Ergänzung und nicht als Gegensatz zu den heimischen und regionalen Bioprodukten, die natürlich fair und nachhaltig sind, auch ohne Fairtrade-Siegel", sagt Walther. Der Kreistag hatte die Verwaltung 2019 damit beauftragt, sich offiziell um dieses Label zu bewerben. Anschließend wurde eine Projektgruppe ins Leben gerufen, die sich in Zukunft mit weiteren Akteuren im Kreis um das Thema kümmert.

Bei allen Gremiensitzungen und in den Büros der drei hauptamtlichen Dezernenten sowie in der Cafeteria der Kreisverwaltung wird seit Mitte 2020 Fairtrade-Kaffee ausgeschenkt.

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Der Kreis kann zertifiziert werden, wenn mindestens 40 Einzelhandelsgeschäfte und 20 Floristen oder Cafés und/oder Restaurants mindestens zwei Produkte aus fairem Handel verkaufen. Außerdem müssen mindestens je zwei öffentlichen Einrichtungen (Schulen, Vereine und Kirchen) fair gehandelte Produkte verwenden, jährlich muss eine attraktive Bildungsveranstaltung zu diesem Thema organisiert werden. Anschließend wird das Siegel für zunächst für zwei Jahre vergeben.

Die größte Herausforderung auf diesem Weg sei die Gastronomie, sagt Walther. "Wir wissen, dass alle Gastronomen aktuell große Sorgen plagen, allerdings möchten wir indirekt die Möglichkeit anbieten, Eigenwerbung für die Zeit nach dem Lockdown zu betreiben", erklärt der Kreisbeigeordnete. Denn alle Mitstreiter würden nach der Zertifizierung auf der Internetseite des Wetteraukreises gelistet.

Wer die Kriterien bereits erfüllt oder es möchte, kann sich an Martin Langlitz wenden, der im Fachdienst Kreisentwicklung Ansprechpartner für Fairtrade ist (Telefon 06031/834105, E-Mail fairtrade@wetteraukreis.de). Weitere Informationen und alle notwendigen Unterlagen zum Herunterladen gibt es im Internet auf www.wetteraukreis.de.