Antrag der Linken fällt im Wetterauer Kreistag durch

Im Kreistag gab es keine Mehrheit für den Antrag der Linken, einen Sozialfonds für die Ausstattung der Schulen mit digitalen Endgeräten und die Förderung eines...

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. Wetteraukreis (jwn). Während der jüngsten Sitzung des Kreistags am Mittwoch in Friedberg gab es keine Mehrheit für den Antrag der Linken, einen Sozialfonds für die Ausstattung der Schulen mit digitalen Endgeräten und die Förderung eines Internetzugangs einzurichten. Kinder von einkommensschwachen Familien, die weder einen Computer noch ein Tablet oder einen Internetzugang hätten, könnten nicht am digitalen Unterricht teilnehmen, wie er jetzt wegen der Corona-Krise angesagt gewesen sei, argumentierte die Fraktionsvorsitzende der Linken, Gabi Faulhaber. Bund und Land stellten zwar Mittel in Aussicht, voraussichtlich 42,9 Millionen allein für Hessen, doch das reiche nicht. Denn übrig blieben dann pro Kind maximal 150 Euro - zu wenig für Tablet und einen Drucker. Zudem koste der Internetzugang monatlich auch eine Gebühr. Die Linken forderten deshalb einen Sozialfonds auf Landesebene, der all dies abdeckt. Der Kreis solle 150 000 Euro dazu beitragen. Die Dinge seien längst im Fluss, erwiderte Landrat Jan Weckler (CDU). So stünden im Wetteraukreis schon seit längerem 19,7 Millionen Euro für die Digitalisierung bereit. Daran werde gearbeitet. Dazu komme, dass für das Geld, das der Bund wegen der Corona-Krise zusätzlich zur Verfügung stellen wolle, noch keine Förderrichtlinien bekannt seien. "Wir wünschen uns auch, dass es schneller geht. Aber die Krise ist gerade mal drei Monate alt. So etwas haben wir alle noch nicht erlebt", meinte Weckler. Der Antrag wurde mit großer Mehrheit abgelehnt.