Glaburgs FWG erklärt, warum sie keinen...

Der neugewählte Vorstand um den alten und neuen Vorsitzenden Andree Janz (Mitte) will auch künftig engagiert für die Interessen der Bürgerinnen und Bürger arbeiten (v.l.): Till Rothamel, Sebastian Zinn, Jürgen Winter, Anika Wagner, Rainer Wagner, Andreas Klöppel, Gunter Engmann und Stephan Schmid (es fehlt Martina Korff). Foto: Steinke

Im Rahmen ihrer Jahreshauptversammlung diskutierte Glauburgs FWG viele aktuelle Themen, auch die anstehende Bürgermeisterwahl. Zudem bestätigte man den Vorstand weitgehend im Amt.

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STOCKHEIM. (red). Jüngst fand in der Turnhalle des TSV Stockheim die mit Spannung erwartete Jahreshauptversammlung der Freien Wählergemeinschaft Glauburg (FWG) statt. In diesem Rahmen bestätigten die Mitglieder weitgehend ihren bisherigen Vorstand um Vorsitzenden Andree Janz im Amt und diskutierten bekannte aktuelle Themen, die für reichlich Gesprächsstoff sorgten, unter anderem die anstehende Bürgermeisterwahl.

Der Vorsitzende Andree Janz eröffnete die Versammlung zunächst aber mit einem kurzen Rückblick über ein corona-bedingt ruhigeres Jahr. Veranstaltungen hatten aus diesem Grund nicht stattgefunden, dafür durfte die FWG Glauburg bei der Kommunalwahl im März ein überzeugendes Ergebnis verbuchen. Für 2022 ist wieder ein Hoffest geplant, nach Möglichkeit im Ortsteil Glauberg.

Der Fraktionsvorsitzende Harald Steinke schloss sich mit einem ausführlichen Bericht zu den politischen Themen in der Gemeindevertretung und den Ausschüssen an. Besonderes Augenmerk lag dabei auf den Themen Hochwassersituation, Infrastruktur in Glauberg (Turnhalle, Kindergarten) und Stockheim (Busbahnhof, Baugebiet Hinter dem Falder) sowie der Fahrtkostenzuschuss für die von der Kita-Schließung betroffenen Eltern.

Turnusgemäß wurde auch der Vorstand neugewählt. Dabei bestätigte die Versammlung Vorsitzenden Andree Janz, seinen Stellvertreter Rainer Wagner und Schriftführer Gunter Engmann einstimmig in ihren Ämtern. Neumitglied Martina Korff übernimmt künftig das Amt der Kassenwartin von Sabine Koch, die aus privaten Gründen ausscheidet. Ins Amt der Beisitzer wählte man ebenfalls einstimmig Stephan Schmid, Anika Wagner, Andreas Klöppel und Jürgen Winter. Kassenprüfer sind Renate Ritzel, Till Rothamel und Sebastian Zinn. Till Rothamel attestierte in seinem Prüfbericht eine ordnungsgemäße Kassenführung. Der Vorstand wurde deshalb einstimmig entlastet.

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Harald Steinke fasste im nächsten Tagesordnungspunkt die Geschehnisse zum sowohl in der Öffentlichkeit als auch in der FWG diskutierten Thema „Bürgermeisterwahl“ zusammen. „Wir wollen in allen Themen einen sachlichen Diskurs – gerne mit viel Leidenschaft geführt, aber immer mit genauso viel Respekt“, betonte Steinke und bedauerte die Vorfälle in den vergangenen Tagen, die zum Rücktritt von Werner Christiansen geführt haben. „Letztendlich zählt, was für Glauburg und die Bürger und Bürgerinnen das Richtige ist. Auch wenn der Weg dahin von Diskussionen und verschiedenen Meinungen geprägt ist. Die FWG Glauburg ist ganz klar eine Gemeinschaft ohne Fraktionszwang, eine wegweisende Entscheidung wie eine Bürgermeisterkandidatur wird aber trotzdem vorab intern besprochen und dann eine gemeinsame Position für die Arbeit mit den anderen Fraktionen definiert.“ Dass man als stärkste Fraktion in der Gemeindevertretung und im Gemeindevorstand keinen eigenen Bürgermeisterkandidaten oder eine -kandidatin stelle, sehe er nicht als Schwäche, wie man es der FWG schon unterstellt habe, so Steinke, sondern sei der Tatsache geschuldet, dass die infrage kommenden Personen aus beruflichen oder privaten Gründen nicht bereit seien, dieses wichtige Amt jetzt anzutreten. „Bevor wir eine Person nominieren, die nur von einem kleinen Teil der FWG Glauburg getragen wird, haben wir entschieden, keinen eigenen Kandidaten zu stellen“, erklärte der Fraktionschef.

Die SPD-Kandidatin Henrike Strauch werde von den Mitgliedern der FWG Glauburg als geeignete Kandidatin für das Amt der Bürgermeisterin gesehen, allerdings mit der Erwartung an eine neutrale und unabhängige Amtsführung. Glauburg brauche in den nächsten Jahren eine tatkräftige und entschlossene Verwaltung sowie eine konstruktive Zusammenarbeit aller Fraktionen, um die Fülle der anstehenden Herausforderungen bestmöglich zu meistern.

Im Anschluss an die Ausführungen Steinkes galt es zudem noch zwei Mitglieder für ihre Verdienste zu ehren. Dies waren Alfred Schäfer und Sabine Koch.