Zukunft der Büdinger Altstadt - zweite Runde

Foto: Appel/Archiv

Die Büdinger sehen die Altstadt als etwas Besonderes an. Das ergab eine Umfrage. Es folgt Teil zwei der digitalen Bürgerbeteiligung. Am 22. Juni geht es um unter anderem um...

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BÜDINGEN. Büdingen (red). Trotz der corona-bedingten Einschränkungen wird das laufende Entwicklungskonzept für die Altstadt in Büdingen Schritt für Schritt vorangetrieben. Die ersten Ergebnisse der durchgeführten Bürgerbefragung liegen vor - im Juni ist eine digitale Bürgerbeteiligung vorgesehen.

Rund 730 Bürgerinnen und Bürgern aus Büdingen sowie dem näheren Umland haben sich an der im März und April durchgeführten Online-Befragung zu den Strukturen, Chancen und Perspektiven der Altstadt beteiligt. Und die Ergebnisse sind recht eindeutig, erläutert Dr. Stefan Leuninger vom projektbegleitenden Büro cima: "Zum einen ist festzustellen, dass die Altstadt eine Besonderheit der Stadt Büdingen insgesamt ist, zum anderen stellen aus Sicht der Bürgerinnen und Bürger die städtebaulichen Strukturen der Altstadt ein besonderes Qualitätsmerkmal dar." Knapp 80 Prozent der Befragten geben dem Stadtbild beziehungsweise Stadtensemble der Altstadt die Schulnoten eins und zwei. Für rund 90 Prozent der Befragten stellt die Altstadt einen wichtigen Identifikationspunkt dar. "Wenn uns Freunde und Bekannte besuchen, gehen wir gerne in die Altstadt." Dieser Aussage stimmten rund 85 Prozent der Befragten zu.

Auf der anderen Seite werden von den Befragten die Themen Leerstand und Verkehr als wesentliche Herausforderungen für die künftige Entwicklung der Altstadt angesehen. Wobei der Verkehr unterschiedlich bewertet wird. Einerseits wird eine hohe Verkehrsbelastung angemahnt, andererseits auf zu wenige Pkw-Stellplätze verwiesen. In der Gesamtbetrachtung werde deutlich, dass die Altstadt für die Bürgerinnen und Bürger aus Stadt und Region über eine besondere Qualität verfüge, fasst Bürgermeister Erich Spamer die ersten Ergebnisse zusammen.

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Doch in welche Richtung soll sich die Altstadt in Zukunft entwickeln? Hierzu plant die begleitende Perspektivgruppe am 22. Juni einen digitalen Dialog mit interessierten Bürgern. Drei wesentliche Themenfelder sollen erörtert werden. Welche Funktionen soll die Altstadt künftig übernehmen? Wie kann man die städtebaulichen Qualitäten gezielt weiterentwickeln? Und wie ist das Thema Mobilität und Verkehr einzuordnen? "Wir hoffen, im Herbst ein zweites Forum mit den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort zu veranstalten", blickt Büdingens Bürgermeister optimistisch in die Zukunft.