Lückert-Straße: Kritik an Anliegerregelung

Büdingen (red). "Die Beibehaltung der Anliegerregelung für die Wilhelm-Lückert-Straße ist ein Schildbürgerstreich." So äußern sich die Grünen zu einer Entscheidung der...

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BÜDINGEN. Büdingen (red). "Die Beibehaltung der Anliegerregelung für die Wilhelm-Lückert-Straße ist ein Schildbürgerstreich." So äußern sich die Grünen zu einer Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Die Grünen hatten in diesem Gremium Bürgermeister Erich Spamer (FWG) als Leiter der Verkehrsbehörde um die Aufhebung der Anliegerregelung für die Wilhelm-Lückert-Straße gebeten. Momentan ist die Straße zwischen der Einmündung in die Industriestraße und dem Kreisel am Schulzentrum nur für Anlieger offiziell befahrbar.

Der Antrag ist mit 17 Gegenstimmen bei zehn Ja-Stimmen und einer Enthaltung abgelehnt worden. Für die Grünen ist diese Entscheidung eine klare Absage der Interessen der Bürger. "Die Straße ist breit genug, da auch Busse sie im Gegenverkehr nutzen. Um an der Straße laufende Schüler zu schützen, fordern die Grünen seit Jahren schon einen ordnungsgemäßen Fußweg entlang der Straße", betont Joachim Cott, Fraktionsvorsitzender der Grünen, in einer Pressemitteilung.

In der Alltagspraxis werde nach Ansicht der Grünen die Wilhelm-Lückert-Straße aber von sehr vielen Autofahrern benutzt. "Die einen wollen einen möglichen Stau in der Kernstadt umgehen, andere fahren vom Wohngebiet am Dohlberg ins Industriegebiet, auf die Bundesstraße 457 oder zum Thiergartenweiher. Wer zum Beispiel in der Friedrich-Fendt-Straße wohnt und gegen 16 Uhr ins Industriegebiet möchte, fährt die Lückert-Straße, weil alles andere gegen jede Vernunft wäre", meinen die Grünen weiter. Sowohl verkehrstechnisch als auch ökologisch mache aus deren Sicht ein Umweg von mehreren Kilometern wenig Sinn. "Aus diesen Erwägungen heraus wäre die Freigabe dieser Straße für den allgemeinen Verkehr eine Verbesserung für die Bürger und würde einen faktisch bestehenden Zustand legalisiert", sagt Cott.