Hochwasser: Nicht alle werden entschädigt

(ihm). Wie ist der Sachstand der Härtefallregeln für Opfer der Hochwasserkatastrophe? Das wollte Ulrich Majunke, Fraktionsvorsitzender der FWG, von Bürgermeister Erich Spamer...

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BÜDINGEN. Wie ist der Sachstand der Härtefallregeln für Opfer der Hochwasserkatastrophe? Das wollte Ulrich Majunke, Fraktionsvorsitzender der FWG, von Bürgermeister Erich Spamer (FWG) in Lorbach in der jüngsten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung wissen.

Wie Spamer erklärte, müsse die Elementarentschädigung über den Wetteraukreis vom Land noch reguliert werden. "Es sind noch einige Fälle zu beraten", erläuterte er. Die betroffenen Bürger könnten noch bis zum kommenden Montag, 31. Mai, ihre Unterlagen ergänzen und zusammenstellen, sofern noch etwas fehle. Anfang Juni erfolge eine abschließende Regelung zur Elementarversicherung, die das Land bestätigen müsse. Bei den Beratungen sei aber stets ein Vertreter des Regierungspräsidiums dabei gewesen, weshalb laut Spamer davon auszugehen sei, dass das Land die beschlossene Regelung akzeptieren werde. "Es gibt einige Härtefälle, die keine Entschädigung bekommen, aus welchen Gründen auch immer", sagte der Rathauschef. Diesem Personenkreis wolle die Stadt über ihren Topf Geld zufließen lassen, der mit etwa 600 000 Euro gefüllt sei. Spamer fügte hinzu: "Wir haben gerade im Magistrat beraten, noch eine Ergänzung einzuarbeiten und zu beschließen. Dann sind die Voraussetzungen gegeben, um tätig zu werden."

Viele Bürger hätten keinen Antrag gestellt, "um sich vor den Behörden nicht nackig zu machen". Voraussetzung sei, die kompletten finanziellen Verhältnisse offenzulegen, wovor sich nach Aussagen des Bürgermeisters manch einer scheuen werde.