Büdinger Friedhofspflege in der Kritik

Beschwerden über die Pflege des Friedhofs häufen sich. Foto: Appel

Die Pflege des Friedhofs in Büdingen lässt zu wünschen übrig. Den Zustand kritisiert die FWG im Ortsbeirat der Kernstadt.

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. Büdingen (red). "Der Zustand ist so nicht hinnehmbar. Hier muss dringend eine Verbesserung erfolgen." Büdingens Ortsvorsteherin Sabine Kraft-Marhenke (FWG) lässt keine Zweifel aufkommen. "Die Kritik der Bürger am Pflegezustand des Friedhofes ist berechtigt."

Den Mitgliedern der FWG im Ortsbeirat ist sehr an einer ausreichenden Pflege des Friedhofes gelegen. "Dies ist aktuell und wiederholt nicht der Fall", betonen die Freien Wähler im Ortsbeirat in einer Pressemitteilung. Zu Beginn der Woche haben sich Büdingens Ortsvorsteherin Sabine Kraft-Marhenke und Stadtverordnetenvorsteher Reiner Marhenke (FWG) ein Bild vom Zustand des Friedhofes gemacht. Etliche Beschwerden waren eingegangen. Ziel der Stadt Büdingen müsse es sein, erklären sie, einen stets gepflegten Friedhof zu präsentieren. "Wir möchten betonen: Friedhöfe sind eine wichtige Visitenkarte einer Gemeinde. Sie können wie ein aufgeschlagenes Buch des Lebens, der Geschichte und der Kultur gesehen werden. Trauerbewältigung braucht den konkreten Bestattungsort. Die Anlage, die Unterhaltung und der Betrieb des Friedhofes stellen klassische Aufgaben der Daseinsverordnung der Städte für ihre Bürger dar. Die Stadt ist als Friedhofsträgerin nicht nur zu wirtschaftlichen Zielen, sondern auch einem sozialkulturellen seelsorgerischen Auftrag verpflichtet. Ein Friedhof ist der Ort, an dem ein Mensch seine letzte Ruhe findet. Diese Ruhe hilft auch den Angehörigen dabei, an den Verstorbenen zu denken, wenn sie sein Grab besuchen."

Erst im vergangenen Jahr wurde auf Initiative des Ortsbeirates die Gedenkstätte für Sternenkinder errichtet. Auch die Modernisierung der Toilettenanlage erfolgte auf eine Initiative des Gremiums. Nun präsentiert sich dort und an anderen Stellen aber kein schöner Eindruck. Überquellende Behälter an allen Stellen und starker Unkrautbewuchs auf den Wegen machen dieses positive Bild zunichte. "Aktuell wird dieser Zustand beseitigt, aber wir sind unseren Bürgern einen dauerhaft ordentlich gepflegten Friedhof schuldig", so Kraft-Marhenke. Sie macht sich gemeinsam mit ihren FWG-Kollegen im Ortsbeirat, Thomas Appel und Ulrich Majunke, dafür stark, diese missliche Situation zu verbessern.

In einem Auftrag an den Magistrat soll geregelt werden, inwieweit zügig eine dauerhafte, ordnungsgemäße Pflege erreicht werden kann. Auch die aktuelle Praxis der Fremdvergabe müsse auf den Prüfstand. Dies soll in enger Zusammenarbeit mit dem Friedhofsamt geschehen. "Eine Alternative wäre beispielsweise die Funktion eines Gemeindearbeiters, der für Büdingen die Pflege des Friedhofes übernehmen könnte."