Infoveranstaltung über FSJ an Altenstädter Limesschule

Robertson Linsner von der DRK-Tochter Volunta hält an der Altenstädter Limesschule einen Vortrag über das Freiwillige Soziale Jahr. Foto: Limesschule Altenstadt

Es kann auch eine Orientierung für die spätere Berufswahl sein, in jedem Fall ist das FSJ aber eine sinnvolle Tätigkeit. In der Limesschule Altenstadt stellte man es jetzt vor.

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ALTENSTADT. (red). Was mache ich bloß nach der Schule? Eine Antwort: ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ). Da Berufsorientierung an der Altenstädter Limesschule großgeschrieben wird, präsentierte Robertson Linsner von der Volunta gGmbH, einer Tochtergesellschaft des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), kürzlich Möglichkeiten des freiwilligen Engagements in Hessen und weltweit. Er stellte konkrete Einsatzmöglichkeiten vor und informierte über wichtige Anlaufstellen, Verdienstmöglichkeiten sowie die berufliche Verwendbarkeit des Freiwilligendienstes. Mit viel Humor und einer lockeren Art gewann er schnell die Aufmerksamkeit der Schüler.

Junge Menschen bis zum Alter von 27 Jahren können am FSJ teilnehmen, sofern sie die Vollzeitschulpflicht erfüllt haben und bereit sind, sich sechs bis 18 Monate sozial zu engagieren, wie Linsner erläuterte. Dass man als FSJler Anspruch auf ein „Taschengeld“ hat, man kostenlos versichert ist und es während dieses Jahres weiter Kindergeld gibt, überraschte die Schüler. Aber das sei oft nicht die Hauptmotivation, warum junge Menschen sich dafür entscheiden, stellte der Referent klar. Das Freiwillige Soziale Jahr sei eine gute Möglichkeit, einer sinnvollen Tätigkeit nachzugehen und sich dabei zu überlegen, was man danach machen möchte. Man könne sich beruflich orientieren und gewinne nützliche Einblicke in das jeweilige Berufsfeld. Es sehe auch gut auf dem Lebenslauf aus, zählte Linsner die vielen Vorteile auf.

Klassische Einsatzstellen für ein Freiwilliges Soziales Jahr sind soziale Einrichtungen, wie beispielsweise eine Kindertagesstätte, eine Altenpflegeeinrichtung oder ein Behindertenheim. Der Referent stellte den Schülern außerdem das FSJ Kultur, das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) sowie den Bundesfreiwilligendienst (BFD) vor.

Die Schüler seien sehr interessiert gewesen, berichtete Simuni Paulus, eine der initiierenden Lehrkräfte. Auch der 14-jährige Oliwier Budrewicz fand das FSJ als besonderes Angebot im Übergang von der Schule in den Beruf interessant. Eine Infobroschüre mit dem Titel „Schreib die Story deines Lebens“ hat er sich mitgenommen. „Ich gucke mir alles zuhause noch einmal in Ruhe an“, erklärte er. Olivia Holden bezeichnet sich selbst als „an der japanischen Kultur interessiert“. Daher möchte sie später ein Auslandsstudium absolvieren. „Falls es mit dem Studienplatz nicht sofort klappen sollte, hat mich das FSJ sehr angesprochen“, sagte die 14-Jährige. „Vielleicht entscheidet sich ja tatsächlich der Eine oder Andere für ein Freiwilliges Soziales Jahr nach seinem Schulabschluss“, so Paulus abschließend.