Heimische Singvögel leiden ohne Wasser

An der Vogeltränke in Johann Wilhelms Garten tummeln sich zwei Grünfinken, während eine Singdrossel im Wasser ein Bad nimmt. Das Wasser sollte mindestens einmal am Tag gewechselt werden. Regelmäßig sollte man zudem die Tränke säubern. Foto: Wilhelm

Die frühe Trockenheit macht schon jetzt den Vögeln zu schaffen. Wer ihnen helfen möchte, sollte im heimischen Garten eine Vogeltränke aufstellen.

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. Waldsiedlung (red). Die frühe Trockenheit macht schon jetzt den Vögeln zu schaffen. "Mindestens zweimal am Tag müssen sie trinken, um den Wasserverlust auszugleichen und ihr Gefieder zu reinigen", erklärt Johann Wilhelm, Ehrenvorsitzender des Naturschutzringes Waldsiedlung. Aktuell beobachtet er schon beim ersten Morgengrauen mehr als 20 Vogelarten, die sich an seiner Vogeltränke im Garten tummeln. "Wer unseren heimischen Singvögeln etwas Gutes tun möchte, sollte seinen Garten in eine Wellnessoase für Vögel mit Tränke verwandeln", erklärt Johann Wilhelm.

Der Platz sollte für Vögel gut einsehbar sein und sich nicht in der unmittelbaren Nähe von Büschen oder hohen Pflanzen befinden. Denn Katzen oder andere Räuber nutzen Gestrüpp gerne, um sich an mögliche Beutetiere anzuschleichen. Vor allem bei großer Hitze sollte das Wasser täglich gewechselt werden, rät Wilhelm. Die Tränke müsse ausgespült und sauber gewischt oder gebürstet werden. "In ungereinigten Vogeltränken können sich Salmonellen und der Parasit Trichomonas gallinae schnell ausbreiten", weiß der Experte. "Wer diese Maßnahmen beachtet, sorgt dafür, dass er den Vögeln und vielen Insekten etwas Gutes tut und den Vogeltod verhindert", erklärt Johann Wilhelm, der seine Pressemitteilung zum Thema mit einem Foto seiner Vogeltränke illustriert.