FDP kritisiert Kreis: WLAN an der Limesschule nur in zwei Klassen

Mit einer Anfrage im Kreistag wollen die Wetterauer Liberalen klären, wie es um die digitale Ausstattung der Gesamtschule in Altenstadt bestellt ist.

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ALTENSTADT. (red). Wie werden die Schüler der Limesschule in Altenstadt mit WLAN und Tablets versorgt? Das will die FDP-Fraktion im Wetterauer Kreistag wissen. Elke Sommermeyer, schulpolitische Sprecherin der Liberalen, hat eine entsprechende Anfrage an Landrat Jan Weckler (CDU) unterzeichnet. Weckler ist Schuldezernent des Kreises.

„Uns Freien Demokraten liegen Erkenntnisse vor, dass lediglich zwei Klassenräume an der Limesschule über eine WLAN-Verbindung verfügen“, moniert Sommermeyer in einer Pressemitteilung. Das sei nicht zeitgemäß. „Dass der Wetteraukreis es selbst im 21. Jahrhundert nicht schafft, seine Schulen aus der Kreidezeit herauszuholen und damit die Schüler auf die digitale Arbeitswelt vorzubereiten, ist nicht hinnehmbar“, so Sommermeyer weiter. Für einen modernen und zeitgemäßen Unterricht seien ein flächendeckendes WLAN-Netzwerk und mobile Endgeräte für die Schülerschaft unabdingbar. Insbesondere während der Corona-Krise hätte eine zeitgemäße Ausstattung von Schulen und deren Schülerinnen und Schülern die Beschulung verbessert und erleichtert.

„Im Hessischen Landtag haben wir Freie Demokraten bereits einen Gesetzesentwurf zur Digitalisierung an den Schulen im Land eingebracht. Demnach soll die digitale Bildung im Schulgesetz verankert werden“, so der Wetterauer FDP-Landtags- und Kreistagsabgeordnete Jörg-Uwe Hahn.

Zudem fragen die Freidemokraten, wann die bereits zugesagte Sanierung und Erweiterung der sanitären Anlagen und die zugesagte Bereitstellung eines zusätzlichen Toilettenwagens für die Limesschule erfolgen soll. Die Toilettenanlage der Gesamtschule sei hinsichtlich der täglichen Benutzerzahl mittlerweile zu klein und zudem veraltet. „Es ist eine Frage der Wertschätzung, die man den Schülerinnen und Schülern entgegenbringt. Jede Schule hat eine Toilettenanlage verdient, die zum einen in die Zeit passt und zum anderen an die Anzahl der Schüler angepasst ist“, sagt Sommermeyer.

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Abschließend fragt die FDP, inwiefern der Landrat dem Elternbeirat für Fragen zur Verfügung stehe. Die Liberalen wollen erfahren haben, dass der Elternbeirat bei dem Versuch, ein persönliches Gespräch mit Landrat Weckler zu vereinbaren, mit dem Verweis, dass eine Terminvereinbarung nur über die Schulleitung möglich sei, abgewiesen worden sei. „Wenn der Landrat Weckler einen persönlichen Austausch mit einem Gremium, das an der Gestaltung einer Schule unmittelbar mitwirkt, ablehnt, spricht dies Bände. Eine transparente, bürgernahe Politik sieht anders aus“, so Sommermeyer und Hahn.