„Der VdK ist ihr Anwalt“

Beim VdK geht es nicht nur um Rentner, sondern um soziale Gerechtigkeit und gleiche Chancen. Foto: Blende 40/Fotolia

Der VdK Ortsverband Angersbach hatte kürzlich zur Jahreshauptversammlung eingeladen und zeigte, wie vielfältig das Angebot des Vereins ist.

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ANGERSBACH. (red). Der VdK-Ortsverband Angersbach hatte kürzlich zur Jahreshauptversammlung eingeladen. Es war die erste Versammlung seit den Vorstandsneuwahlen im vergangenen Jahr, als die Mitglieder ein Vorstandsteam bestimmten, dass künftig die Geschicke des 147 Mitglieder starken Verbandes lenkt.

Als Sprecherin begrüßte Hannelore Eifert die Anwesenden in der Gaststätte Hühn. Ihr Tätigkeitsbericht für 2021 machte deutlich, dass die Beschränkungen der Corona-Pandemie fast alle Vereinsaktivitäten zunichte machten. Wurden im ersten Halbjahr die erforderlichen Vorstandsbeschlüsse im Rahmen von Telefonkonferenzen besprochen, bereiteten vier Vorstandssitzungen in Präsenz die Jahreshauptversammlung vor, die am 2. Oktober im Wartenberg-Oval stattfand. An diesem Tag wurde der Ortsverbandsvorstand neu gewählt. Nachdem der langjährige Vorsitzende Klaus aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung stand, konnte leider kein neuer Vorsitzender gefunden werden. Es gelang aber, alle Aufgaben im Vorstand so zu verteilen, dass sie gemäß der Vereinssatzung erfüllt werden können.

Der neue Vorstand konstituierte sich am 14. November und arbeitet hervorragend gut zusammen, wofür Kreisvorsitzender Hans-Jürgen Röhr seinen besonderen Dank aussprach. Manfred Schrimpf erstattete den Kassenbericht.

Der Ortsverband beteiligte sich am Volkstrauertag und legte am Ehrenmal einen Kranz nieder. Nicht nur eine Tradition, sondern eine Herzensangelegenheit des VdK, die bedauerlicherweise seit dem Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine mitten in Europa an Bedeutung gewonnen habe. Damit setze der VdK ein Zeichen, mahne vor Krieg und verbinde damit die Hoffnung, dass das sinnlose Sterben von Unschuldigen bald ein Ende habe, betonte Kreisvorsitzender Hans-Jürgen Röhr in seinem Grußwort.

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Die Folgen der immer noch andauernden Pandemie, der Auswirkungen des Krieges, die man durch die stark gestiegene Inflation bereits jetzt merkt, und die Kosten des Klimawandels treffen besonders die Menschen mit geringen Einkommen, macht Hans-Jürgen Röhr deutlich und unterstreicht, dass der VdK sich sehr dafür einsetzen wird, dass es zu einer gerechten Lastenverteilung kommt. „Der VdK ist ihr Anwalt“, betont Röhr. Daneben bleibe die Stärkung der wohnortnahen Versorgung im ländlichen Raum und das Dauerbrennerthema häusliche Pflege auf dem Schirm des Sozialverbandes. Wie groß die Unterschiede sind, werde in Wartenberg besonders deutlich. Sei die Versorgung in Angersbach sehr gut sichergestellt, ist im Ortsteil Landenhausen hingegen kein Lebensmittelgeschäft und kein Arzt mehr vorhanden. Leider kein Einzelfall im Vogelsberg, so Röhr abschließend.

Bürgermeister Dr. Olaf Dahlmann dankte in seinem Grußwort für die wichtige Arbeit des VdK und griff das Thema Versorgung auf. Die Gemeinde und er persönlich seien sehr bemüht, dass der REWE-Markt, der während der Baumaßnahme in Lauterbach wieder belebt wurde und auch eine gute Nachfrage erfährt, dauerhaft weiterbetrieben werden kann. Allerdings gibt es aktuell noch viele Fragen, die zu klären sind. Entscheidend sei, dass die Bürgerinnen und Bürger die Einkaufsmöglichkeit nutzen, da ein nicht unerheblicher Betrag umgesetzt werden muss, um den Standort attraktiv zu halten. Mit Blick auf Landenhausen lobte der Bürgermeister den Wochenmarkt als eine Möglichkeit, die Versorgungslücke zu verkleinern.

Auf 40-jährige Treue zum VdK kann Gerhard Euler zurückblicken. Für 25-jährige Mitgliedschaft wurden Heinz Eisentrau, Emil Wahl, Alfred Schäfer, Herbert Deny, Kurt Eichenauer, Christian Habl und Willi Schad geehrt.

Nach Abschluss des formalen Teils gab die Geschäftsführerin des VdK Betreuungsvereins in Fulda Ingrid Michel im Rahmen eines informativen und sehr praxisbezogenen Vortrags Hinweise, was beim Ausfüllen einer Betreuungsverfügung und einer Vorsorgevollmacht zu beachten ist, damit im Fall einer schweren Erkrankung sofort gemäß dem Willen des Betroffenen gehandelt werden kann. Ein Thema, welches nicht nur Ältere angeht – es kann jeden erwischen, mahnte Ingrid Michel eindringlich und ermunterte dazu, sich die Zeit zu nehmen und mit den Angehörigen die Details zu besprechen.

Termin und Anmeldung

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Zum Schluss wies Hannelore Eifert noch darauf hin, dass der Ortsverband am Samstag, 20. August, um 16.30 Uhr zum Grillfest auf die Tenne in Angersbach einlädt. Anmeldungen sind bei Hannelore Eifert noch telefonisch unter 06641/4162 möglich.