Sven Winkler ist neuer Ortsvorsteher in Burkhards

Der Ortsbeirat in Burkhards in der neuen Legislaturperiode (v. l.): Stefan Kessel., Armin Stark, Ralf Kramer, Friedel Rost, Ortsvorsteher Sven Winkler, Tobias Listmann, Tobias Haas, Sarah Part und Sabrina Hedrich. Foto: Weil

Nachdem Frank Wolf 20 Jahre den Ortsbeirat Burkhards führte, hat dieser nun Stellvertreter Sven Winkler zum neuen Ortsvorsteher gewählt. Auch die ersten Themen diskutierte man.

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BURKHARDS. Der neue Ortsvorsteher in Burkhards heißt Sven Winkler. Der 46-Jährige rückt damit von der Stellvertreterposition an die Spitze des Ortsgremiums. Der Industriemechaniker ist Nachfolger von Frank Wolf, der 20 Jahre lang das Amt innehatte und für eine erneute Kandidatur nicht zur Verfügung stand.

Trotz des Führungswechsels ist der neue Ortsbeirat von Kontinuität geprägt. Denn sieben der bisherigen Ortsbeiratsmitglieder sind auch im neuen Ortsbeirat vertreten. Beispielsweise Tobias Haas, der zusammen mit Neu-Mitglied Stefan Kessel das Stellvertreterduo bildet. Als Schriftführer zeichnet künftig Ralf Kramer für das Protokoll verantwortlich. Unterstützung erhält er von Sarah Part. Zu den erfahrenen Kommunalpolitikern gehören auch Armin Stark, Friedel Rost und Sabrina Hedrich. Zweiter "Neuer" ist Tobias Listmann.

"Ganz große Projekte stehen demnächst nicht an", so der neue Ortsvorsteher. Viele wichtige Dinge habe man in der vergangenen Legislaturperiode auf den Weg gebracht, so beispielsweise das kleine Baugebiet "In der Grohwiese", wo sechs neue Häuser von jungen Familien aus Burkhards gebaut werden.

Ein leidiges Thema, das bereits den alten Ortsbeirat mehr als gewollt beschäftigt hat, ist der Glasfaserausbau. In Burkhards ist - wie in neun weiteren Stadtteilen der Großgemeinde - die Firma Goetel aus Göttingen tätig. "Das ist schon eine unendliche Geschichte", weiß Sven Winkler. Am kommenden Donnerstag, in der Stadtverordnetenversammlung, sollen konkrete Termine für die Fertigstellung der Anschlüsse an das moderne Breitbandnetz genannt werden.

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Eine der Aufgaben, die sich der neue Ortsbeirat für die nahe Zukunft vorgenommen hat, ist die Instandsetzung des Backhauses im Unterdorf. Hier muss ein neuer Ofen eingesetzt werden, denn die alte Feuerstätte ist heruntergebrochen und für weitere Einsätze nicht mehr zu gebrauchen. "Dafür gibt es Fördermöglichkeiten beim Vogelsbergkreis. Das streben wir an, um die voraussichtlichen Kosten stemmen zu können." Natürlich - wie in solchen Angelegenheiten üblich - ist auch viel Eigenleistung gefragt, um das Backhaus wieder voll funktionsfähig zu machen.

Daneben gibt es eine ganze Reihe von Dingen, die immer wieder gepflegt werden müssen. Mit Vorsorge hat das Thema Hochwasserschutz zu tun. Hier bereitet am Gänsweg eine Gefahrenstelle Probleme, wie sich in jüngster Zeit gezeigt hat. Anberaumt ist ein Ortstermin mit der städtischen Bauabteilung, um eventuell Maßnahmen zu ergreifen, damit sich angesichts der zu erwartenden Starkregenereignisse größere Schäden vermeiden lassen.

Als längerfristiges Projekt schwebt dem Ortsbeirat vor, mehrere Kneipp-Fußbecken einzurichten. "Das könnte etwas sein, was unsere Wanderwege aufwertet", sagt Winkler. Das Niddertal ist ein ausgesprochenes Wandergebiet. Der Vogelsberger Vulkanring, der Hessenweg und die Bonifatius-Route verlaufen in unmittelbarer Nähe an Burkhards vorbei beziehungsweise mitten durch das Dorf.

Wenn zur Mitte der Legislaturperiode, im Juni 2023, in Burkhards mit dreijähriger, coronabedingter Verspätung das 1000-jährige Bestehen mit einer Festwoche gefeiert werden soll, wird auch der Ortsbeirat gefragt sein. Hauptverantwortlich ist zwar die Vereinsgemeinschaft "1000 Jahre Burkhards", aber auch die flankierende Mitwirkung des politischen Gremiums wird gefragt sein.