Ortsrundgang durch Einartshausen führt auch zum IKEK-Projekt...

Auf der Baustelle im Schwimmbad von Einartshausen endete der Ortsrundgang, zu dem der Ortsbeirat eingeladen hatte. Foto: Stefan Weil

Viel zu sehen und zu erfahren gab es für die Teilnehmer des Ortsrundgangs durch Einartshausen.

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SCHOTTEN-EINARTSHAUSEN. Auf großes Interesse stieß der Ortsrundgang in Einartshausen. Eingeladen hatte der Ortsbeirat. Am Dorfgemeinschaftshaus fanden sich bei sonnigem Wetter 50 Bürgerinnen und Bürger aus dem Schottener Stadtteil sowie einige Repräsentanten der politischen Gremien ein - mit dem Ersten Stadtrat Hans-Jürgen Jochim an der Spitze, der Bürgermeisterin Susanne Schaab vertrat. Ortsvorsteher Heiko Wichmann führte die Teilnehmer zunächst ins Bürgerhaus. Dort ist die Heizung erneuert und auf die Verbrennung von Holzpellets umgestellt worden. Im Erdgeschoss sind neue Vorhänge angebracht und in der Küche im Obergeschoss einige Renovierungen vorgenommen worden.

Zweite Station war der kleine Spielplatz an der rückwärtigen Seite des Dorfgemeinschaftshauses. Auf der Anlage wird demnächst der alte Sandkasten entfernt und mit einem neuen ersetzt. Vorgestellt wurde den Rundgängern auch das Backhaus. Dort war früher das Feuerwehrgerätehaus mit einem Schlauchturm, der nun als Nistmöglichkeit ausgebaut ist. Wie Thomas Vernau, der Vorsitzende des Vogel- und Naturschutzvereins, mitteilte, sei das Quartier in diesem Jahr leider leer geblieben, nachdem im Vorjahr noch ein Turmfalke als vorübergehender Gast eingezogen war. Das Backhaus ist noch in Betrieb und wird privat genutzt, wie auch für das jährliche Backhausfest.

Nächstes Ziel war der Hochbehälter. Dafür mussten die Teilnehmer etliche Höhenmeter überwinden, um zur städtischen Einrichtung an der Straße zum Falltorhaus zu gelangen. Unterwegs wurde noch ein Abstecher zum Grillplatz gemacht. Dort informierte Thomas Vernau darüber, dass die Grillhütte auch für private Anlässe gemietet werden könne.

Den Aufbau und die Funktionsweise des Hochbehälters stellte Wassermeister Rüdiger Konrad vom städtischen Bauhof vor. Mit einem Wasserreservoir von 300 Kubikmetern, aufgeteilt auf zwei jeweils 150 Kubikmeter fassende Kammern, gehört die Anlage in Einartshausen zu den kleineren ihrer Art in der Schottener Großgemeinde. Etwa 50 Kubikmeter werden täglich in Einartshausen verbraucht. Das Wasser wird aus einer Tiefe von 45 Metern nach oben gepumpt. Normalerweise reichen die Brunnen in der Großgemeinde bis in eine Tiefe von 80 bis 120 Metern, erläuterte Konrad. Der Hochbehälter verfügt über ein Leitsystem, mit dem alle relevanten Daten wie Förder- und Abflussmenge in den Leitstand im städtischen Bauhof übermittelt werden. "Dort können wir am Computer sehen, wenn etwas nicht den normalen Werten entspricht, und wir können dann sofort entsprechende Maßnahmen einleiten, wie zum Beispiel bei einem Wasserrohrbruch", sagte Konrad.

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Letzte Station des Ortsrundgangs war das Schwimmbad. "Seit etwa eineinhalb Jahren ist hier Baustelle", sagte der Ortsvorsteher. Wichmann lobte den engagierten Einsatz vieler Helferinnen und Helfer. Das mit Mitteln des Dorferneuerungsprogramms IKEK geförderte Modernisierungsprojekt umfasst auch die Sanierung der in die Jahre gekommenen alten Schwimmbadtechnik, die schon weitgehend abgeschlossen ist. Im 10 mal 25 Meter großen Becken wurden 16 Einlaufdüsen, drei Oberflächenabsauger und eine zusätzliche Notabsaugeeinrichtung eingebaut. Dadurch soll die Strömung des Wassers gewährleistet und damit die Wasserqualität verbessert werden.

Wie der Ortsvorsteher erklärte, wird das 330 Kubikmeter Wasser fassende Becken noch mit einer Folie ausgekleidet. Die jährlichen teuren Anstriche, um vor allem durch Frosteinwirkung entstandene Schäden auszugleichen, entfallen dadurch zukünftig. Weit gediehen ist der neue Kiosk, der an der Stelle der alten nicht mehr sanierungsfähigen Verpflegungsstation gebaut wurde. Schon gut zu erkennen ist, dass sich die Außenfassade einmal harmonisch in das Gesamterscheinungsbild des kleinen Schwimmbades einpassen wird. Einige Arbeiten sind auch noch im Inneren des 100 Quadratmeter großen Gebäudes vorzunehmen, in dem eine Behindertentoilette eingerichtet ist und an deren Außenseite zwei Duschen eingebaut wurden.

Am 15. Mai soll das Bad rechtzeitig zur neuen Saison eröffnet werden, war von Mitgliedern des Schwimmbadvereins zu hören. Bis dahin bleibt noch viel zu tun, auch an der Liegewiese, die durch die notwendigen Erdarbeiten am Beckenrand stark in Mitleidenschaft gezogen wurde.