Natur- und Vogelschutzgruppe Eschenrod installiert Storchennest

Ein alter Strommast in der Eschenröder Feldflur hat eine neue Aufgabe bekommen. Die Natur- und Vogelschutzgruppe Eschenrod hat in Absprache mit der Ovag ein Storchennest...

Anzeige

. Eschenrod (em). Ein alter Strommast in der Eschenröder Feldflur hat eine neue Aufgabe bekommen. Da die Freileitung Eschenrod-Burkhards unterirdisch verlegt wurde, nutzten die Aktiven der Natur- und Vogelschutzgruppe Eschenrod in Absprache mit der Ovag die Gelegenheit, ein Storchennest zu installieren. In Eichelsachsen gibt es schon länger ein solches Storchennest, das gut angenommen wird. Jedes Jahr zieht ein Brutpaar dort Nachwuchs auf. In der Eschenröder Gemarkung sind die Störche häufig zu sehen, allerdings nur, um in den Wiesen und am Eichelbach nach Nahrung zu suchen. "Wir hoffen, dass sich auch hier Brutpaare niederlassen und der Storchenbestand im Eicheltal wächst", sagte der Vorsitzende der Gruppe, Gerhard Koch.

Beim Nabu Wetterau holte sich die Gruppe Tipps für den Aufbau des Nestes. Ein solides Basisgitter aus Metall war nötig, es wurde in der Schlosserei der Schottener Sozialen Dienste angefertigt. Damit die Störche das Nest annehmen, musste das Metallgitter mit Weidenzweigen durchflochten werden. Es gelang den Naturschützern, ein "echt" aussehendes Nest herzustellen.

Wie aber auf dem 18 Meter hohen Mast montieren? Die Firma Domes-Schwarz (Gedern) kam kostenlos zur Hilfe und schickte einen Kranführer mit entsprechendem Gefährt. Das 50 Kilogramm schwere Nest wurde schließlich passgenau und windsicher auf dem Mast montiert. Es waren Stefan Weber und Mario Winkler vom Vorstand der Naturschutzgruppe, die diese Arbeit erledigten. Für dieses Jahr ist die Storchenbrutzeit vorbei. Aber die Naturschützer hoffen, dass 2021 ein junges Storchenpaar das Nest als "Familienwohnung" bezieht.

Zu den weiteren Aktivitäten der Natur- und Vogelschutzgruppe Eschenrod gehört die Pflege einer Streuobstwiese mit alten Hochstamm-Sorten, wo auch ein Insektenhotel aufgestellt wurde. Weiter wird ein Vogelschutzgehölz gepflegt, vor einigen Monaten wurde der dortige Teich entschlämmt. Eine Arbeit, die an der schwer zugänglichen Wasserfläche mit der Schippe ausgeführt werden musste.

Anzeige

Die Naturschützer freuen sich, dass in der Gemarkung Schwarz- und Weißstörche sowie Pirole beobachtet werden können. Weiter gibt es die seltene, rosafarben blühende Pechnelke, die in Hessen nur an drei Plätzen zu finden ist. Der Grundstückseigner ist seit Jahren mit den Naturschützern im Gespräch und spart den Standort der seltenen Blütenpflanze beim Düngen und Mähen eigens aus.