Schützenhaus bereitet Probleme

(o). Frischer Wind beim Kleinkaliber-Schützenverein Zell, denn Neuwahlen standen an. Nach 32 Jahren als Geschäftsführer kandidierte Mario Habermehl nicht mehr. Auch die...

Anzeige

ZELL. Frischer Wind beim Kleinkaliber-Schützenverein Zell, denn Neuwahlen standen an. Nach 32 Jahren als Geschäftsführer kandidierte Mario Habermehl nicht mehr. Auch die Vorsitzende Silke Diehl, die 13 Jahre den Verein führte, stand nicht mehr zur Verfügung. Doch bevor es so weit war, musste eine dreiviertel Stunde später eine zweite Sitzung anberaumt werden, weil zur ersten Sitzung verschiedene Mitglieder sich nicht pünktlich eingefunden hatten.

Danach eröffnete Habermehl die Versammlung und konnte Bürgermeister Hauke Schmehl (CDU) begrüßen. Der Geschäftsführer gab bekannt, dass durch die Pandemielage für die Jahre 2020 und 2021 keine Jahreshauptversammlungen stattgefunden hätten und sich somit auch keine Änderungen ergeben hätten. Da der allgemeine Geschäftsbetrieb aber weitergelaufen sei, erfolgte durch die Rechnerin Jessica Engel der Kassenbericht für 2019. Die Kasse war seinerzeit durch Joachim Seibel und Nico Steuernagel geprüft worden. Es ergaben sich keine Beanstandungen. Das Gleiche galt auch für 2020. Hier hatten Vanessa Hoyer und Peter Bachmann die Kasse geprüft. Ebenso bescheinigten Alexander Gemmer und André Hoyer der Rechnerin eine ordnungsgemäße Kassenführung für 2021.

Bevor der Tagungspunkt Neuwahlen aufgerufen wurde, musste erst über eine Satzungsänderung abgestimmt werden. Diese wurde einstimmig angenommen und beinhaltete eine Verschlankung des Vorstandes. Danach konnten die Wahlen über die Bühne gehen. Neue Vorsitzende wurde Vanessa Hoyer. Sie wird durch ihren Bruder André Hoyer als zweiter Vorsitzender vertreten. Wiedergewählt wurde Jessica Engel als Rechnerin mit Alexander Gemmer als Vertreter. Neuer Schriftführer wurde Thomas Feldpusch. Als Kassenprüfer fungieren Armin Becker und Jutta Schröder.

Unter dem Punkt „Verschiedenes“ stand der marode Zustand des Schützenhauses auf dem Programm. Trotz aller Bemühungen des alten Vorstandes kann man aus Kostengründen die Baumängel nicht beseitigen. Der Schießstand hat sich um dreißig Zentimeter gesenkt, sodass kein Schießbetrieb mehr aufrechterhalten werden konnte. Der neue Vorstand wurde beauftragt, sich mit der Stadt Romrod wegen einer Übernahme des Gebäudes in Verbindung zu setzen. Bürgermeister Schmehl signalisierte Bereitschaft.

Anzeige

Pistolenmannschaft aktiv

Konnten die Luftgewehrmannschaften wegen der Verhältnisse nicht an den Rundenkämpfen teilnehmen, so war jedoch das Schmuckstück des Vereins, die Pistolenmannschaft, äußerst aktiv. Durch den guten Kontakt mit dem Schützenverein Ober-Breidenbach konnte auf deren Stand geschossen werden. Die Mannschaft schießt in der Oberliga Ost mit André und Vanessa Hoyer, Alexander und Kurt Gemmer, Marc Semmler und Thomas Feldpusch. Sie belegte mit 7034 Ringen, 4:6 Punkten und 9:16 Einzelpunkten den fünften Platz und schaffte den Klassenerhalt. Ein Lichtblick für den stark gebeutelten Verein.