Wasserversorgung der Ovag zertifiziert

DVGW-Geschäftsführer Heinz Flick (2.v.r.) übergibt die Zertifizierungs-Urkunde an den Ovag-Vorstandsvorsitzenden Joachim Arnold (r.), Abteilungsleiter Wasser Franz Poltrum (l.) und Nicole Krombach, Management-Beauftragte des Bereiches Wasser des Versorgers. Jan Michel Kaufmann
© Jan Michel Kaufmann

Unabhängige Experten habe Wasserversorgung der Ovag überprüft und keinerlei Mängel gefunden.

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VOGELSBERGKREIS. Trinkwasser ist unser Lebensmittel Nummer eins. Seine Gewinnung erfordert nicht nur ein nachhaltiges Gewinnungskonzept, sondern auch moderne Anlagen, Fachwissen und klare Ablauf- und Organisationsstrukturen. Dafür wurde die Ovag jetzt vom Deutschen Verein des Gas- und Wasserfachs (DVGW), Landesgruppe Hessen, nach den Regeln des Technischen Sicherheitsmanagements (TSM) für den Bereich Trinkwasserversorgung zertifiziert.

Zwei Tage lang waren Experten des DVGW vor Ort, um die technischen Abläufe zu überprüfen und intensiv mit den Beschäftigten deren Handeln kritisch zu durchleuchten, um etwaige Mängel herauszuarbeiten.

DVGW-Geschäftsführer Heinz Flick zeigte sich bei der Übergabe der Zertifizierungsurkunde in Friedberg sehr zufrieden. Die Ovag sei "ein gut aufgestelltes Unternehmen". Es werde im untersuchten Bereich "Wasser" äußerst genau gearbeitet, man sei dort bestens auf Eventualitäten und Störungen im System vorbereitet: "Die Ovag ist uns keine Antwort schuldig geblieben", sagte er. Die Zertifizierung wird alle fünf Jahre durchgeführt. Die Ovag wurde bereits 2012 erstmals nach den TSM-Regeln erfolgreich zertifiziert.

Die Experten des DVGW untersuchten unter anderem die komplette Anlage zur Gewinnung, Aufbereitung und Transport des Trinkwassers, die Verbundnetzleitstelle sowie den Fuhrpark des Wasserwerks und die Dokumentation. Das Zertifikat wurde ohne jegliche Beanstandung erteilt. "Wir leben TSM als Managementsystem, das Versorgungsunternehmen bei der Definition der Ablauf- und Organisationsstruktur inklusive der Dokumentation der technischen Prozesse unterstützt. Unternehmen, die über eine gültige TSM-Bestätigung verfügen, können nachweisen, dass sie rechtskonform handeln. Das minimiert deren Haftungsrisiko und stärkt zugleich Handlungssicherheit der Beschäftigten im Trinkwasserbereich", erklärte Franz Poltrum, Abteilungsleiter Wasser.

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"Wasserversorger wollen mehr bieten als das, was in der Trinkwasserverordnung steht. Trinkwasser ist ein Naturprodukt, es steht für Gesundheit und Genuss. Die konsequente Umsetzung des TSM trägt dazu bei, diese hohen Standards und die hohen Ansprüche zu erfüllen", sagte Heinz Flick bei der Zertifikatübergabe.

Der Ovag-Vorstandsvorsitzende Joachim Arnold äußerste sich sehr zufrieden über die Zertifizierung. "TSM wird bei uns gelebt - und zwar in allen Bereichen." Wichtig sei, dass man die Mechanismen, getroffene Entscheidungen und eingeleitete Verbesserungen nicht nur in der Rückschau betrachte, sondern ständig proaktiv und präventiv handele. "Insgesamt führt dieses Vorgehen zu einer noch größeren Resilienz unserer Versorgung der angeschlossenen Städte und Gemeinden mit Trinkwasser. Dass dies vorteilhaft ist, hat uns auch die Bewältigung der neuen Herausforderungen durch die Corona-Pandemie gezeigt. Wir waren organisatorisch vorbereitet und hatten die notwendigen Strukturen parat", betonte Arnold. TSM sei dementsprechend kein Ruhekissen, sondern werde immer wieder neu erarbeitet und den aktuellen Entwicklungen angepasst, "damit wir unserer Verantwortung als verlässlicher Trinkwasserversorger stets gerecht werden."