Vogelsberger Kreisverband der linken zieht mir dem 43-jährigen Matthias Riedl als Direktkandidat für die Landtagswahl. Stellvertreter ist Winfried König.
VOGELSBERGKREIS. "Der Vogelsberg braucht Veränderung. Als Linke stehen wir für eine Politik, die soziale Sicherheit für alle schafft. Kinder und Jugendliche, aber auch Alte, Erwerbslose oder Kranke können und müssen vor Armut besser geschützt werden", erklärt Matthias Riedl, frisch gewählter Direktkandidat zur Landtagswahl des Linken-Kreisverbandes Vogelsberg in einer Pressemitteilung. Ginge es nach dem 43-jährigen gelernten Fachinformatiker und Biologielaboranten, sollte Daseinsvorsorge für alle bezahlbarer, oder am besten kostenlos garantiert werden.
Der gebürtige Mittelfranke Riedl bringt unter anderem kommunalpolitische Erfahrung als langjähriger Fraktionsvorsitzender in der Stadtverordnetenversammlung in Gießen. Außerdem ist er im vergangenen Herbst als Mitglied des geschäftsführenden Landesvorstands der hessischen LINKEN bestätigt worden.
"Nachhaltiger Klima- und Umweltschutz kann nur dann funktionieren, wenn der finanziell benachteiligte Teil der Bevölkerung am Ende nicht den Löwenanteil der Kosten tragen muss", ergänzt Winfried König. Der 59-jährige Sozialpädagoge und stellvertretende Kreisvorsitzende der Linke im Vogelsbergkreis unterstützt der Riedl als Ersatzkandidat. Kritisch sehe man deswegen das geplante Gewerbegebiet am weißen Weg in Alsfeld. Dort sollen 44 Hektar fruchtbarer Ackerboden für ein Logistikindustriegebiet bebaut werden. "Zusammen mit Umweltverbänden kämpfen wir an der Stelle für ökologisch-nachhaltige Landwirtschaft, anstatt für Flächenversiegelungen und mehr Lkw-Verkehr, den das Industiergebiet in den Landkreis holen wird. Natürlich wollen wir Arbeitsplätze in der Region schaffen, aber gerade die Logistikbranche, die vor allem auf Arbeitsplätze im schlecht bezahlten Niedriglohnsektor setzt, bietet für uns keine zukunftsorientierte und klimagerechte Entwicklung für unsere Region", kritisiert König weiter. In Sachen Verkehr wollen die Kandidaten die aus ihrer Sicht bisher ausgebliebene Verkehrswende voranbringen. "Hier haben CDU und Grüne die letzten knapp zehn Jahre viel liegen gelassen und Wahlversprechen gebrochen", ärgert sich Riedl, "Man verteidigt lieber den Bau einer Autobahn durch den Dannenröder Forst und ein zentrales Trinkwassergebiet, anstatt Alternativen zum Pkw- und Lkw-Verkehr zu schaffen." Die Reaktivierung der stillgelegten Ohmtalbahn und mit ihr der Ausbau des ÖPNV in der Fläche wären für beide die deutlich bessere Alternative gewesen.
Eine erste Gelegenheit, mit den Direktkandidaten ins Gespräch zu kommen, gibt es kommenden Samstag, 11. Februar. im Freiwilligenzentrum in Alsfeld. Der Kreisverband der Linken bietet ab 10 Uhr ein Frühstück unter dem Motto "Trotz Alledem" an.