Handkäs verdorben?

Mr. Monopoly und Florian Freitag von der Agentur polar 1 haben im Hessenpark (stellvertretend für alle hessischen Dörfer und Städte) die neue Hessen-Edition von Monopoly vorgestellt, die im Jahr 2021 auf den Markt kommen soll.   Foto: Friedrich

RegionDer Hoherodskopf, die neue Altstadt in Frankfurt, das Elefantenklo in Gießen, der Bergpark Wilhelmshöhe, die Hugenottenkirche in Usingen oder das Weilburger Schloss -...

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. RegionDer Hoherodskopf, die neue Altstadt in Frankfurt, das Elefantenklo in Gießen, der Bergpark Wilhelmshöhe, die Hugenottenkirche in Usingen oder das Weilburger Schloss - sie alle könnten künftig zum Star werden: Und zwar in der neuen Monopoly-Edition, die sich rund um Hessens Städte und Sehenswürdigkeiten dreht und kürzlich passenderweise im Hessenpark vorgestellt wurde. Bereits seit 88 Jahren gibt es das beliebte Brettspiel von Hassbro, das rund 99 Prozent aller Deutschen kennen. Seit 1999 ist es in über 250 Regional- und sogar Stadtausgaben, wie dem Saarland, Hamburg oder Frankfurt auf den Markt gekommen. Bisher war das Bundesland Hessen in der langen Liste nicht zu finden. Das wird sich ab dem kommenden Jahr ändern. Pünktlich zu Ostern 2021 soll die Hessen-Edition auf den Markt kommen und eignet sich somit perfekt als Ostergeschenk für Hessenfans und solche, die es werden wollen. Die erste Auflage der Hessen-Edition, die der Düsseldorfer Spieleverlag Winning Moves herausgibt, beträgt 10 000 Stück, weitere könnten künftig folgen.

Das Spiel selbst wird dabei komplett auf Hessen ausgelegt. Neben Städten und Gemeinden, die sich auf dem Spielbrett wiederfinden, werden auch Spielfeld und Verpackung mit Fotos von Sehenswürdigkeiten und Highlights des waldreichsten Bundeslandes versehen werden. Einige Standarddetails, wie die Eckfelder und das Logo von Monopoly bleiben erhalten, der Rest wird hessisch individualisiert. Selbst ein paar typisch hessische Begriffe könnten über die Ereignis- und Gemeinschaftskarten Einzug in das Spiel finden - allerdings sollte gewährleistet sein, dass auch ein norddeutscher Hessenfan es versteht, betont Florian Freitag von der Agentur polar¦1, die für Winning Moves das Hessen-Projekt betreut.

Doch welche Orte und Sehenswürdigkeiten befinden sich künftig auf dem Spielbrett? Die Antwort darauf lautet: Was man gerne will - denn darüber können die Hessen in einem Voting selbst entscheiden. Bis zum 31. August können unter www.hessen-spiele.de oder die Facebook-Seite facebook.com/monopolyhessen sowie per Post Vorschläge für die Orte oder Sehenswürdigkeiten eingereicht werden. Diese werden dann künftig statt der üblichen Straßen einen Platz auf dem Spielbrett finden. Selbst Textvorschläge für Ereignis- und Gemeinschaftskarten können eingereicht werden.

Nachdem die Vorschläge gesammelt wurden, startet anschließend ein Online-Voting, bei dem die Hessen einen Monat lang über die eingereichten Vorschläge abstimmen können. Die Sieger schließlich machen das Rennen. Es ist übrigens nicht so, dass Frankfurt oder Wiesbaden ganz automatisch den Platz der Schlossallee auf dem Spielbrett belegen. "Wir schauen uns an, wie die Hessen abgestimmt haben, denn das spielt bei der Platzvergabe eine ganz große Rolle", betont Florian Freitag. Die Spielehersteller setzen dabei auf das Engagement der einzelnen Gemeinden, ihre Bürger für die Abstimmung zu begeistern. Und so können selbst kleine Gemeinden wie Oppenrod und Waldernbach oder Städte wie Laubach auf dem Spielbrett verewigt werden, wenn nur genug Leute dafür ihre Stimme geben. Schummeleien werde bereits im Vorfelde vorgebeugt, indem man nur einmal pro Tag abstimmen kann und mehrere Votings von einer IP-Adresse herausgefiltert werden.

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Wer sich nun ganz heiß darauf ist, ein solches Spiel zu erwerben, der kann dies schon jetzt über die genannte Website vorbestellen.

Von Inka Friedrich