Ausgangssperre im Kreis Fulda

Auch im Kreis Fulda gilt ab Donnerstag die Ausgangssperre. Symbolfoto: dpa

Der Landkreis Fulda wird eine neue Allgemeinverfügung zur Verhinderung der weiteren Ausbreitung des Corona-Virus erlassen. Diese tritt am Donnerstag, 8. April, 0 Uhr, in Kraft...

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FULDA. Der Landkreis Fulda wird eine neue Allgemeinverfügung zur Verhinderung der weiteren Ausbreitung des Corona-Virus erlassen. Diese tritt am Donnerstag, 8. April, 0 Uhr, in Kraft und gilt vorerst bis Sonntag, 18. April. Hierin wird eine Ausgangsbeschränkung für das gesamte Gebiet des Landkreises Fulda in der Zeit von 21 Uhr bis 5 Uhr des Folgetags verfügt. Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist während dieser Zeit untersagt.

Grundlage für die Ausgangsbeschränkung ist neben dem Infektionsschutzrecht das Präventions- und Eskalationskonzept des Landes Hessen. Im Landkreis Fulda liegt der Inzidenzwert in drei aufeinanderfolgenden Tagen über 200 Neuinfektionen. Grundlage sind die Referenzwerte des Hessischen Sozialministeriums. Gleichzeitig haben sich die Hospitalisierungen innerhalb der letzten drei Wochen verdoppelt. Derzeit liegen 75 Patienten im Zusammenhang mit Covid-19 in einem der drei Krankenhäusern im Landkreis Fulda. Der Reproduktionsfaktor lag in den letzten Wochen stetig über 1. Die Infektionen lassen sich in erster Linie auf den privaten Bereich zurückführen. Daneben gibt es Infektionscluster in Betrieben und am Arbeitsplatz sowie in Kindertagesstätten. Daher macht der Landkreis Fulda von der Möglichkeit des Erlasses einer Allgemeinverfügung Gebrauch. Die Ausgangsbeschränkung dient vor allem zur Reduzierung von Kontakten im privaten Bereich. Unabhängig hiervon wird auf die geltenden Kontaktregeln hingewiesen, die Treffen von maximal fünf Personen aus zwei Haushalten erlauben.