A49-Gegner in Kirchhain vor Gericht

Im Herrenwald in Stadtallendorf hatten im Oktober 2020 die Räumungen für den Bau der A 49 begonnen. Nun wird gegen einen A 49-Gegner verhandelt. Symbolfoto: dpa

Vor dem Amtsgericht Kirchhain wird am 23. August ein Verfahren gegen einen Mann eröffnet, das im Zusammenhang mit den Protesten gegen den Lückenschluss der Autobahn A 49 steht.

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VOGELSBERGKREIS/REGION. Vor dem Amtsgericht Kirchhain wird am 23. August ein Verfahren gegen einen Mann eröffnet, das im Zusammenhang mit den Protesten gegen den Lückenschluss der A 49 steht. Der Vorwurf lautet laut Pressemeldung des Amtsgerichtes versuchte Körperverletzung in Tateinheit mit Widerstand gegen sowie tätlichem Angriff auf Vollstreckungsbeamte.

Weiter heißt es in der Pressemeldung: Zwei Polizeibeamte sollen am 2. Oktober 2020 gemeinsam mit weiteren Beamten in der Gemarkung des Herrenwaldes in Stadtallendorf die dortigen Rodungsarbeiten abgesichert haben. Dem 1984 geborenen Angeklagten werde vorgeworfen, vor Ort die vorläufige Festnahme einer anderen männlichen Person gestört zu haben. Er solle mehrfach auf einen der Polizeibeamten zugelaufen sein und dessen Aufforderung, stehen zu bleiben, keine Folge geleistet haben. Als der Polizeibeamte versucht habe, den Angeklagten abzudrängen, solle der Angeklagte den Beamten geschubst haben, heißt es in der Pressemeldung des Gerichtes. Daraufhin sollen die Polizeibeamten den Angeklagten zu Boden gebracht haben. "Der Angeklagte soll sich aus deren Fixiergriff gerissen und mehrfach gezielt und in Verletzungsabsicht in Richtung der Polizeibeamten getreten, diese jedoch verfehlt haben." Zudem solle er seine Arme auf dem Bauch liegend unter dem Oberkörper verschränkt haben, um die Fixierung zu verhindern.

Termin am 23. August

Der Hauptverhandlungstermin vor dem Amtsgericht Kirchhain ist für den 23. August um 9 Uhr angesetzt. Strafrichterin ist die Direktorin des Amtsgerichts, Andrea Hülshors.