Mischak appelliert an Sympathisanten der Dannenröder...

Dr. Jens Mischak appelliert in einer Pressenotiz an mögliche Sympathisanten der Waldbesetzer, nicht in den Vogelsberg zu kommen.  Archivfoto: Gössl

Mit einem Appell, rechtsstaatliche Strukturen zu respektieren, reagiert der CDU-Kreisvorsitzende auf den Video-Aufruf der Dannenröder Waldbesetzer, sich ihnen anzuschließen.

Anzeige

. Dannenrod (red). Mit einem Appell, rechtsstaatliche und demokratische Strukturen zu achten und zu respektieren, reagiert CDU-Kreisvorsitzender und Erster Kreisbeigeordneter Dr. Jens Mischak in einer Pressemitteilung auf den Video-Aufruf der Dannenröder Waldbesetzer, sich ihnen anzuschließen. Zum Hintergrund: Aktivisten haben Baumhäuser im Wald errichtet, um den Bau der Autobahn 49 und das großflächige Fällen von Bäumen zu verhindern (unsere Zeitung berichtete).

"Die Entwicklung, die wir derzeit dort erleben, hat nichts mehr mit friedlichem Protest gegen einen Autobahn-Bau zu tun", findet Mischak. Denjenigen, die dort zu Wort kommen, gehe es um etwas anderes: Es gehe ihnen "um linke Revolte und Auflehnung gegen unseren Staat sowie einen grundsätzlichen Systemwechsel, und dies notfalls mit nicht mehr legalen Mitteln", erklärt Mischak nach Angaben der CDU. Das von den teilweise völlig vermummten Menschen verwendete Vokabular schüre Angst und Spaltung, sagt der Kreisvorsitzende. "Worte wie Kampf, Verteidigungsstrukturen, Besetzung, Widerstand und Revolution werden bewusst zur Eskalation und Auflehnung gegen unsere Gesellschaft verwendet", sorgt sich Mischak.

Er habe Verständnis für die Bürger unserer Region, die eine ablehnende Haltung gegen das Verkehrsprojekt haben und dafür auch eine legale Form der Meinungsäußerung finden, aber für die Macher des Videos sei die Besetzung des Waldes und die Ablehnung der Autobahn nur noch Mittel zum Zweck, um ihre eigenen deutlich antikapitalistisch geäußerten Interessen "hier bei uns im Vogelsbergkreis durchzusetzen", so der Christdemokrat in der Pressenotiz.

Wenn er daran denke, dass dort hunderte von Besetzern einen Wald bevölkern würden und dies in Zeiten, in denen wir über Hygiene, Abstände und Corona-Regeln diskutieren, dann bereite ihm dies ebenfalls Sorge. An anderer Stelle würden Zeltlager und Partys verboten oder aufgehoben und im veröffentlichten Video würden noch aktiv Menschen aus anderen Ländern in den Kreis gerufen. Dies könne man auch vor dem Hintergrund "der Gleichbehandlung unserer eigenen Bürgerinnen und Bürger nicht gut heißen. Unsere Region ist gastfreundlich und wir freuen uns über jeden, der als Freund zu uns kommt, aber der Zielgruppe, die das Video anspricht, rufe er zu: "Bleibt weg!".