„CDU schickt Verlierer wieder ins Rennen“

(red). Gegen die Kritik in einem Leserbrief von Barbara Österreich wehrt sich die Fraktionsvorsitzende der Homberger Grünen, Barbara Schlemmer, in einer...

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HOMBERG. (red). Gegen die Kritik in einem Leserbrief von Barbara Österreich wehrt sich die Fraktionsvorsitzende der Homberger Grünen, Barbara Schlemmer, in einer Pressemitteilung.

Mit einiger Verwunderung habe sie den Leserbrief von Österreich zur Kenntnis genommen, die darin Schlemmer und andere Abgeordnete nach der verlorenen Bürgermeisterwahl zum Rücktritt aufgefordert hatte. „War es nicht die CDU, die bei der Kommunalwahl 2021 rund 20 Prozent verloren hat und danach alle Verlierer wieder ins Rennen geschickt hat?“, fragt Schlemmer und zählt die Abgeordneten Kai Widauer, Petra Wolf, Armin Klein und Norbert Reinhardt auf. „Predigen Sie da nicht Wasser, während Sie Wein trinken?“, so Schlemmer. Im Übrigen sei das Ergebnis einer Direktwahl mit dem einer Kommunalwahl wohl nicht vergleichbar. Das Einzige, was man aus dem Ergebnis des 13. März herauslesen könne, sei: 79,8 Prozent der abgegeben Stimmen haben Frau Ried gewählt, 20,3 Prozent das Trio um Schlemmer, Jutta Stumpf und Thorsten Müller (beide Bürgerforum). Das sei jeder fünfte Wähler.

„Schwierig“ finde Schlemmer die Aussagen zu den noch verbliebenen Protokollanten. „Wir wissen, dass eine geplante und konzertierte Aktion zur Niederlegung der meisten Schriftführerämter geführt hat, und man berichtet uns in diesem Zusammenhang von Mobbing und Druckausübung“, so Schlemmer. „Wollen Sie nun ausgerechnet als ehemalige Stadträtin den einzig noch verbliebenen Protokollanten öffentlich an den Pranger stellen? Wollen Sie, dass der letzte Protokollant auch noch das Amt aufgibt? Was ist Ihr Ziel bei dieser öffentlichen Verunglimpfung?“ Dies halte Schlemmer für eine „äußerst grenzwertige Vorgehensweise.“

Die Ausführungen zur Person Eckhard Hisserich zeige Schlemmer, dass es nicht um das Ergebnis der Bürgermeister-Wahl gehe. Dieser stand gar nicht zur Wahl, soll aber der Logik des Leserbriefs zufolge gleich mit verschwinden. Zusammen mit der Prognose für die Zukunft der Homberger Politik zeige das, worum es eigentlich gehen dürfte. „Sie scheinen einfach Angst vor kompetenten Stadtverordneten zu haben, die sie nun auf einen Streich loswerden würden.“