Herbstein: Historisches am Jahresende

Die Silvesterwanderer vor dem Herbsteiner Rathaus mit Stadtführer Gerhard Ruhl (links). Foto: Henning

Zahlreiche Gäste beteiligten sich an den traditionellen Herbsteiner Silvesterwanderungen.

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HERBSTEIN. (hg). „Natur erleben an Silvester im Heilbad Herbstein“, diesem traditionellen Aufruf, wie auch der darauffolgenden Stadtführung mit dem Titel „Vergangenheit und Gegenwart im Heilbad Herbstein“ waren auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Gäste gefolgt, die von Stadtführer Gerhard Ruhl bei der dreistündigen Wanderung durch die Fluren der „Stadt auf dem Berge“ verschiedene Aussichten auf das Stadtbild serviert bekamen, sondern darüber hinaus auch noch schöne Sehenswürdigkeiten vermittelt bekamen.

Die Silvesterwandergäste wurden am Marktplatz von Stadtführer Ruhl begrüßt und von diesem über die Entstehungsgeschichte des Vogelsberges, aber auch über die Geschichte Herbsteins mit seinem unterirdischen Gewölbe informiert. Nach einem kurzen Stopp auf dem „Heidegrab“ mit der „Marienkapelle“ ging es weiter zum „Litzenstrauch“, von wo aus man ein Großteil des gesamten Stadtbildes in Augenschein nehmen konnte. Über den Vulkan-Radweg hinweg führte er die Gäste weiter in Richtung Rixfeld, an dem am Vulkanradweg gelegenen „Galgen“, vorbei. In der VulkanTherme wurde den Gästen dann noch ein Imbiss samt Getränk gereicht, ehe man durch den Kurpark wieder zum Ausgangspunkt Marktplatz wieder zurückkehrte.

Am Silvesternachmittag waren es dann bei der Stadtführung erfreulicherweise wieder zehn Teilnehmer, die von Wanderführer Dr. Friedhelm Röder „Herbstein von oben und unten“ nähergebracht bekamen. Es gab für die aufmerksamen Teilnehmer unter anderem Einblicke in die katholische Kirche „St. Jakobus“. Großes Interesse rief auch der historische Stadtkern mit Kirchplatz, Marktplatz und Obergasse sowie natürlich auch das Fastnachtsmuseum hervor. Besonders beeindruckt zeigten sich die „Stadtwanderer“ bei ihrer Tour aber auch von dem unterirdischen Gewölbe aus dem 13. Jahrhundert, wo die Besucher Reste der alten Burganlage in Augenschein nehmen konnten. Hier wurde auch darauf hingewiesen, dass heiratswillige Brautpaare in diesem Gewölbe auch den Bund fürs Leben schließen können und dies dazu ganz romantisch. Abschließend wurde den Teilnehmern dann noch ein städtischer Schnaps, ein sogenannter „Herbsteiner“, serviert.