Mit Fantasie und Geschick

Die Kinder hatten viel Spaß beim Batiken. Foto: Linda Buchhammer

(lb). „Was man mit Papas Rasierschaum doch so alles anstellen kann…“, schmunzelten dieser Tage einige Kinder bei den Grebenauer Ferienspielen über die Verwendung der...

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GREBENAU. (lb). „Was man mit Papas Rasierschaum doch so alles anstellen kann…“, schmunzelten dieser Tage einige Kinder bei den Grebenauer Ferienspielen über die Verwendung der schäumenden Creme beim kreativen Fertigen von T-Shirts im DIY-(Do it yourself)Batikdesign.

„Endlich dürfen wir wieder starten“, freuten sich die Daheimgebliebenen Kids im Alter von 6 bis 14 Jahren genauso wie das langjährig eingespielte Organisationsteam um Ortsvorsteherin Renate Hermann nach der Coronapause im vergangenen Jahr über die Wiederaufnahme der Ferienspiele in Grebenau. Die Durchführung des vierteiligen Programmes geschah allerdings pandemiebedingt unter Einhaltung aller derzeit gültigen Hygieneregeln in abgespeckter Form. Während früher im Rahmen von zwei Wochen täglich mehr als 45 Jungen und Mädchen betreut werden konnten, musste das Kreativteam in diesem Jahr die Teilnehmeranzahl auf die Hälfte reduzieren.

Unabhängig davon stellten die kreativen Köpfe erneut ein buntes Angebot zusammen. Demnach standen die ersten beiden Ferienspieltage im Zeichen kindlicher Fantasie und Fingerfertigkeiten. Man nehme: etwas Rasierschaum, vermische diesen mit Farbpulver und trage das bunte Gemisch mit Handschuhen und viel Spaß beim Matschen mit den Händen mit Lust und Laune auf ein weißes T-Shirt auf. Danach einfach das Kleidungsstück mit Wasser Ausspülen, waschen und trocknen lassen, erklärte eine Teamerin mehreren Mädels das Handling. Begeistert griffen die Kinder in Kleingruppen zu, setzten Gehörtes in die Tat um. Legten die gestalteten Shirts nach dem Ausspülen zum Trocknen auf die Wiese und freuten sich am Ende über das Resultat ihrer Mühen. Gut fünf Meter entfernt wurde bei Ortsvorsteherin Renate Herrmann ordentlich gesägt, geschmirgelt gebohrt, geklebt und genagelt – konzentriert fertigten die ebenfalls überschaubaren Kindergruppen Schlüsselbrettchen aus Sperrholz an der frischen Luft.

In der Halle hingegen standen mehrere Stationen der filigranen Handarbeit für die Jungen und Mädchen bereit: Die „Picassos von morgen“ versuchten sich mit Eifer in der Aquarellmalerei. Schmetterlinge, Heißluftballons und rosafarbene Einhörner-Motive waren für die jungen Künstler „in“. Und zu guter Letzt legten allesamt auf einer großen Leinwand nochmals Hand an, um zwei einzigartige Bilder zu schaffen, die die Kinder wiederum dem ansässigen Alten- und Pflegeheim schenken wollten.

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Wie man aus leeren Chips-Rollen, Farbe und einem Mix unterschiedlicher maritimer Bastelmaterialien Leuchttürme herstellen kann, konnten die Teilnehmer in einem Upcyling-Angebot an anderer Stelle genauso erfahren wie die Gestaltung von Traumfängern aus Weidenzweigen, Perlen und Geflecht. Zu guter Letzt lernten allesamt noch die Verarbeitung von Kronkorken und Korkenstopfen zu Fotohaltern, Schlüsselanhängern, Magnethaltern oder anderen schönen Dingen kennen.