Schüler mit Feuer und Flamme dabei

Das Highlight besonderer Unterrichtsstunden: das Löschen eines Brands. Foto: Herbert Schott

(hso). „Feuer“ ist derzeit Thema in der dritten Klasse der Grundschule Feldatal. Da passt es doch, dass Jugendfeuerwehrwart Moritz Hacke aus Groß-Felda im Rahmen seines...

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GROß-FELDA. „Feuer“ ist derzeit Thema in der dritten Klasse der Grundschule Feldatal. Da passt es doch, dass Jugendfeuerwehrwart Moritz Hacke aus Groß-Felda im Rahmen seines Studiums „Soziale Arbeit“ sein Praktikum in der Grundschule absolviert. Schulleiterin Stefanie Schwab mit ihrem Kollegium gab seinem Ansinnen, eine Lerneinheit in Brandschutzerziehung zu absolvieren, gerne statt.

Begeistert waren nicht nur die Schüler der dritten Klasse über die Stunden, sondern auch Moritz Hacke über das Engagement bei den Kleinen. Sie waren mit „Feuer und Flamme“ dabei und haben sich im Unterricht mit vielen eigenen Ideen eingebracht. Viele besitzen schon ein gutes Grundwissen in Bezug auf den Brandschutz, sagte Hacke.

An zwei Tagen erfuhren die Kinder zunächst in der Theorie Grundlegendes zum richtigen Verhalten bei Feuer. Am Ende dieser Theorie-Einheit stimmte Hacke die Kids schon auf die spannenden Experimente der Praxis-Einheit am kommenden Tag ein. Diese sollten den Kindern zeigen, wie gefährlich schnell sich ein Feuer ausbreiten und von einem kleinen Funken zu einem Großfeuer werden kann. Aber auch wie wichtig ein Rauchmelder in den Zimmern ist und was passiert, wenn ein solcher nicht installiert ist. Bei einem Zimmerbrand bleiben nach der Alarmierung des Rauchmelders nur etwa 120 Sekunden Zeit, um sich in Sicherheit zu bringen. Man sollte also keine Zeit verschwenden. Die Zimmer- oder Wohnungstür hinter sich schließen, damit ein weiteres Ausbreiten des Feuers und des giftigen Brandrauchs verzögert wird. Danach sollte die Feuerwehr über den Notruf 112 gerufen werden.

Bei der Vorführung einer Fettexplosion konnten sich die Kinder ein Bild davon machen, was passiert, wenn man versucht, heißes brennendes Öl in einer Pfanne mit Wasser zu löschen. Besser ist es hier, immer die Flamme zu ersticken oder wenn möglich die Pfanne ins Freie zu befördern. Also: „Nie mit Wasser löschen.“

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Nach dieser spannenden und beeindruckenden Vorführung hatte man Zeit, sich ein Einsatzfahrzeug der Feuerwehr von innen und von außen anzuschauen. Hier kam dann auch ein großer Lüfter zum Einsatz, mit dem zum Beispiel ein verrauchtes Treppenhaus oder eine verrauchte Wohnung vom Rauch befreit wird. Moritz Hacke legte sich dann die Schutzkleidung eines Atemschutzträgers an, um den Kindern demonstrieren wie so einer aussieht und sie in echt keine Angst vor Maskenträgern zu haben brauchen. Höhepunkt und gleichzeitig Schlussaktion des praktischen Teiles war das eigenständige Löschen eines Brandherdes. Das Ziel dabei war den Kindern die Herangehensweise und den Umgang mit einem Feuerlöscher zu zeigen. Jeder, der wollte, durfte dabei selbst einmal löschen. Und es wollten alle. Alle machten mit.