Feldatal: Hitzmühle wird zum Feriendomizil

Soll bald als Feriendomizil eröffnen: die Hitzmühle. © Bürgerliste Feldatal

Die historische Hitzmühle soll 2023 neu eröffnen. Peter Weil und seine Frau realisieren dort ein Herzensprojekt. Das ist geplant.

Anzeige

FELDATAL. Kommendes Jahr soll die Hitzmühle in Groß-Felda als Ferienhaus eröffnen. Initator Peter Weil hat die Fraktion der Bürgerliste Feldatal (BL)durch das renovierte Gebäude geführt und sein Konzept vorgestellt. Das ist einer Pressenotiz der BL zu entnehmen.

Weil kommt demnach ursprünglich aus Rosbach und verkaufte 2019 dort sein Elternhaus, um gemeinsam mit seiner Frau Birgit das Anwesen vor Groß-Felda für die Umsetzung ihres Projekts zu erwerben. "Die Wetterau wurde mir einfach zu voll und hier schätze ich die Struktur, das Dörfliche und den Zusammenhalt", legt Peter Weil laut BL die Beweggründe dar. Der 52-Jährige sei die letzten 25 Jahre als Reiseleiter über den gesamten Globus unterwegs gewesen. Ursprünglich habe er eine Ausbildung als Koch abgeschlossen, kam dann aber über eine Station bei der Bundeswehr zur vorherigen Tätigkeit. Nun also der Vogelsberg und speziell die Hitzmühle, die für die Projektidee geradezu ideal erschien. "Wir wollten ein Angebot für Seminar-Vorhaben schaffen, bei dem wir die Bewirtung übernehmen", beschreibt er. Mittlerweile habe sich durch etliche Anfragen herausgestellt, dass es eher in die Richtung "Ferienhaus/-zimmer mit Betreuung" gehe.

In der Hitzmühle gibt es insgesamt fünf Zimmer für zwölf bis 15 Besucher. "Bei einem Urlaub im Ferienhaus muss immer irgendwer in der Küche stehen, bei uns ist das anders", beschreibt Weil den Service. Die Gäste buchen immer das gesamte Haus, sollten es also nur acht Personen zur Übernachtung sein, bleiben die übrigen Betten frei. Von der reinen Übernachtung, über Frühstücksservice und auch Halbpension sei bei Weils alles realisierbar. Die meisten Anfragen gingen nicht über die Halbpension hinaus, weil die Besucher tagsüber Unternehmungen (Radfahren, Wandern, etc.) planten.

Die Hitzmühle geht laut Mitteilung auf eine Mahlmühle mit einem Gang und oberschlächtigem Wasserrad weit vor 1500 zurück. 1896 brannte sie ab und wurde danach wieder errichtet. Familie Weil habe sich mehrere Objekte für ihre Idee angesehen, bei einem war eine Einflugschneise oder beim anderen eine Kläranlage in der Nähe. Die Suche erstreckte sich über Hessen, Rheinland-Pfalz und auch das Saarland. "Der Vogelsberg in direkter Nachbarschaft ist es geworden", freut sich Peter Weil. Seine Frau und er seien gut angekommen und aufgenommen worden im Feldatal und fühlten sich sehr wohl. Seit zweieinhalb Jahren renovieren die Weils nun das Mühlenanweisen mit sehr viel Liebe zum Detail: Die Wände wurden mit Stroh- und Lehmputz gedämmt und auch verkleidet, alte Dielen geschliffen und - wo nicht mehr zu retten - mit neuen Dielen ausgekleidet. Viele ehemalige Bauteile, wie Balken oder Ähnliches, wurden teilweise für Beleuchtungen umfunktioniert und auch im Flur der ehemalige Steinzeug-Fußboden erhalten. Der Aufenthaltsraum ist der ehemalige Ort der Mühle, der ebenfalls mit neuem Dielenboden ausgestattet ist und in einer Ur-Gemütlichkeit zum Verweilen einlädt. Die Fraktionsmitglieder der Bürgerliste zeigten sich hellauf begeistert. "Feldatal ist um eine Attraktion reicher geworden", fasste Manuel Günzel zusammen.