Reduzierung der Wassergebühren in Antrifttal

(gkr). Das Konjunkturpaket der Bundesregierung zur „Belebung der Nachfrage“ mit der Reduzierung der Mehrwertsteuer schlägt sich gleich „doppelt“ auf die...

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RUHLKIRCHEN. (gkr). Das Konjunkturpaket der Bundesregierung zur „Belebung der Nachfrage“ mit der Reduzierung der Mehrwertsteuer schlägt sich gleich „doppelt“ auf die Wassergebühren der Gemeinde Antrifttal nieder. Denn: Die Gemeindevertretung unter Vorsitz von Winfried Konle (FW Ruhlkirchen) beschloss einstimmig, die Reduzierung der Mehrwertsteuer von 7 auf 5 Prozent bei den Wassergebühren nicht erst ab 1. Juli 2020, sondern rückwirkend ab 1. Januar 2020 an die Gebührenzahler weiterzugeben.

Die entsprechende Wasserversorgungssatzung wird daher mit einem Nachtrag versehen und geändert. Der Nachtrags-Beschluss lautet: „Soweit ein Ablesezeitraum im Zeitraum vom 1.1.2020 bis Ablauf des 31.12.2020 endet, gilt abweichend von § 26 Abs. 3 für den jeweiligen Ablesezeitraum eine Gebühr wie folgt: Der Gebührensatz beträgt pro Kubikmeter 1,72 Euro. Dieser enthält die gesetzliche Umsatzsteuer“.

Am Rande der Sitzung teilte Bürgermeister Dietmar Krist (CDU) mit, dass man sich bei der Weitergabe der um zwei Prozent reduzierten Mehrwertsteuer auf die Wassergebühren an einer Empfehlung des Hessischen Städte- und Gemeindebundes (HSGB) orientiere. Der HSGB hatte aus „Verwaltungsvereinfachungsgründen“ von einer gesonderten Berechnung, verbunden mit einer Zwischenablesung der Wasserzähler vom 1. Juli bis 31. Dezember 2020, abgeraten. Andere Städte und Gemeinden im Vogelsbergkreis verfahren ähnlich. Einige kündigten lediglich die Reduzierung der Wassergebühren rückwirkend für das Jahr 2020 in einer öffentlichen Bekanntmachung an. Da auf Abwassergebühren keine Umsatzsteuer zu zahlen ist, entfällt hier eine Reduzierung.